Im Interview mit dem Geschäftsführer der afw Wirtschaftsakademie Bad Harzburg, Diplom-Ökonom Axel Schaper, fand der Karriere-Fachpublizist Eberhard B. Freise heraus, warum ein Fernstudium der richtige Bildungsweg durch die Flaute oder heraus aus der Krise sein kann. Das Gespräch fand im Anschluss eines der gut besuchten Orientierungs-Seminare der afw Ende Oktober in Bad Harzburg statt.

Eberhard B. Freise: Herr Schaper, Sie haben am wachsenden Zulauf von Studienbewerbern festgestellt, dass offenbar in schweren wirtschaftlichen Zeiten das Interesse an Fernstudium und Fernunterricht zunimmt. Ist das Fernstudium ein Instrument zur beruflichen Bewährung in der Flaute?

Axel Schaper: Nein, das so generell zu formulieren, wäre sicher übertrieben. Aber eines scheint klar zu sein: dass Bildungswillige offenbar in zunehmendem Maße bereit sind, antizyklisch und damit sehr vernünftig zu handeln – das war in der Flaute von 2001/2002 schon so, und das scheint sich diesmal sogar noch zu steigern.

Eberhard B. Freise: Gilt dies nicht für jedwedes Weiterbildungs-Studium?
Warum sehen Sie die Investition in ein Fernstudium oder Selbststudium als besonders »vernünftig« an?

Axel Schaper: Weil die Begleitumstände und Bedingungen eines berufsbegleitenden Fernstudiums für eine (angehende) Führungskraft, die beruflich in der Krise ist oder wegen der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise berufliche Nachteile befürchten muss, besonders günstig sind.

Eberhard B. Freise: Gibt es dafür konkrete Szenarien, anhand deren sich dies belegen lässt?

Axel Schaper: Ja, ganz eindeutig. Wenn beispielsweise ein Unternehmen im Konjunktur-Abschwung Führungskräfte freistellt, dann trifft dies in aller Regel die weniger gut fachlich gebildeten oder diejenigen, die weniger gute Führungs-Fähigkeiten haben. Also werde ich als der vermeintlich Betroffene mir so schnell wie möglich weitere Führungs-Fähigkeiten aneignen – vorbeugend für den Ernstfall oder im Ernstfall, um schnell wieder beruflich Fuß zu fassen. Dafür gibt es vier- bis achtmonatige Intensiv-Fernkurse, mit denen ich schnell reagieren kann.

Eberhard B. Freise: Im Abschwung sind Unternehmen aber weniger flüssig und handeln meist prozyklisch: Sie frieren ihre Weiterbildungs-Budgets ein. Von ihnen kann der Bildungswillige also wenig Hilfe erwarten.

Axel Schaper: So ist es. Deswegen finde ich es folgerichtig, wenn der Einzelne seine Krisen-Bewältigung selbst in die Hand nimmt – und sei es auch nur vorsorglich. Wenn er zeigt, wie er eigenverantwortlich dazu beiträgt, Bildungs-Engpässe zu überwinden, kann er bei seinem Arbeitgeber punkten. Hinzu kommt, dass er neben dem Job zuhause studiert, also nicht wegen ständiger Studienabwesenheit vom Arbeitsplatz seinen Job vernachlässigt oder gefährdet.

Eberhard B. Freise: Aber in Zeiten des knappen Geldes werden ihm möglicherweise auch einfach die Mittel fürs Studium fehlen?

Axel Schaper: Typisch für diese Finanz- und Konjunkturkrise ist doch, dass die meisten Menschen Geld gespart haben, es aber nicht oder nur sehr zögernd ausgeben. Denen ist zu raten, jetzt eben nicht das neue Auto für 15.000 Euro oder die Wohnung mit hohen Zinsbelastungen zu kaufen, sondern für viel weniger Geld in die eigene Weiterbildung zu investieren, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben.

Eberhard B. Freise: Und was sagen Sie denen, die nicht mehr in Lohn und Brot, sondern bereits erwerbslos sind oder Arbeit suchen?

Axel Schaper: Gerade für sie ist keine andere Bildungsschiene so geeignet wie das Fernstudium, weil sie unabhängig von Zeit und Ort studieren und so auf dem Arbeitsmarkt mobil und flexibel bleiben. Stellen Sie sich das reale Szenario vor: Ein Arbeitsuchender muss viel Wartezeit überbrücken – zuhause, im Warteraum bei der Arbeitsagentur, bei Vorstellungs-Gesprächen oder im Zug, wenn er dorthin unterwegs ist. Immer und überall kann er sich in seine Studienbriefe vertiefen. Selbststudium ist sogar dann möglich, wenn ich daheim eingeschneit und nicht mehr so mobil bin.

Eberhard B. Freise: Gibt es eigentlich Zahlungs-Erleichterungen für Fernstudierende?

Axel Schaper: Zunächst einmal ist kein anderes Studium so preiswert wie der Fernunterricht. Die Gebühren können, sehr moderat, monatlich in Raten bezahlt werden; sie sind förderfähig und zu hundert Prozent steuerlich absetzbar.

Eberhard B. Freise: Kann das Fernstudium aber auch inhaltlich, thematisch zur Krisenbewältigung oder zur Neuorientierung in der oder nach der Flaute beitragen?

Axel Schaper: Eindeutig ja. Ich nenne dafür zwei Beispiele: Im zweiteiligen Intensivstudium der afw zur Führungslehre* werden Ablauf- und Ergebniskontrolle sowie Risiko-Früherkennung und -Minimierung nachhaltig trainiert. Oder im Referenten-Studium für Gesundheits- und Sozial-Management bereiten Sie sich 16 Monate lang auf Führungsaufgaben im Gesundheitswesen vor. Also: Im ersten Fall können Sie Instrumente trainieren, die unmittelbar zur Krisenbewältigung beitragen. Im zweiten Fall können Sie kriselnden Branchen ausweichen und sich auf die Tätigkeit in einer krisensicheren Wachstums-Branche freuen.
*Fernstudiengang Persönliche Führungskompetenz
*Fernstudiengang Betriebliche Führungskompetenz

Eberhard B. Freise: Wie würden Sie diese krisenbewusste Zielgruppe näher umschreiben?

Axel Schaper: Ganz einfach. Das sind alles Führungs- oder -Nachwuchskräfte, die jetzt nicht die Hände in den Schoß legen und die Krise angstvoll über sich ergehen lassen oder auf fremde Hilfe warten, sondern proaktiv handeln, weil sie wissen, dass sie dann in einem neuen Aufschwung die Nase vorn haben.

Eberhard B. Freise: Und wie überzeugen Sie den Einzelnen in seiner besonderen Lage davon, dass ein Fern-, Selbst- oder Heimstudium jetzt für ihn das Richtige ist?

Axel Schaper: Das leisten lange Telefon-Beratungen mit Interessenten und unsere Orientierungsseminare, mit denen wir den Studienbewerbern regelmässig in regionale deutsche Ballungszentren entgegen gehen. (Ende)

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