Glossar

Fachbegriffe aus der Welt des Management

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Abandonrecht

Verzicht auf ein Recht zur Entlastung von einer damit verbundenen Pflicht. Bei einer GmbH die Hingabe des Geschäftsanteils, um sich von der Nachschusspflicht zu befreien.

ABC-Analyse

Eine Methode, die hilft, eine Auswahl darüber zu treffen, welche Aufgaben vorrangig (A), zweitrangig (B) oder nachrangig (C) erledigt werden sollen. Technik zum Erkennen von Konzentrationsschwerpunkten von Daten durch Zuordnung von relativen Merkmalswerten auf Konzentrationsmerkmale. Es ergeben sich A-, B-, C- Anteile zum Beispiel nach der Verteilung: A = hoher Wert, geringer Mengenanteil, B = mittlerer Wert, mittlerer Mengenanteil, C = geringer Wert, hoher Mengenanteil. Der ABC-Analyse liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass vielfach eine relativ kleine Zahl von Einflussfaktoren einen großen Teil der Wirkung ausmacht. Ein klassisches Anwendungsbeispiel der ABC-Analyse ist der Beschaffungsbereich, da häufig bereits eine relativ kleine Zahl der Güter, die in den Produktionsprozess einfließen, einen großen Anteil am Gesamtwert aller Beschaffungsgüter ausmacht. Die ABC-Analyse dient zum Herausfiltern der hochwertigen Güter. Diese so genannten A-Güter werden auf Grund ihres hohen Verbrauchswertes in der Beschaffungsdisposition besonders berücksichtigt und exakt geplant. Damit soll sichergestellt werden, dass die größten Anstrengungen,zum Beispiel zur Kostenreduzierung, sich auf die wichtigsten Einflussfaktoren konzentrieren.

Beispiel:

Bekannteste Methode der Datenauswertung.
Klasse A: Mit 6 % der Artikel werden 50 % des Umsatzes erzielt = wichtigster Artikel
Klasse B: Mit 30 % werden 40 % erzielt = wichtige Artikel
Klasse C: Mit 64 % werden 10 % erzielt = weniger wichtige Artikel

Abfallbegrenzung

Der beste Weg, umweltgerechte Unternehmenspolitik zu betreiben (Abfallvermeidung und -verminderung)

Abführung der Sozialversicherungsbeiträge

Die Sozialversicherungsbeiträge, die sich aus dem Arbeitgeber- und dem Arbeitnehmeranteil zusammensetzen (sog. Gesamtversicherungsbeitrag § 28 d SGB IV), müssen an die Krankenkassen abgeführt werden.

Abgangs-Zugangs-Tabelle

Organisatorisches Hilfsmittel zur Planung des zukünftigen Personalbestandes.

Abhilfe

Gleicher oder gleichwertiger Ersatz bei mangelhaftem Zustand der Reise

Ablauforganisation

Organisatorische Abwicklung einzelner Arbeitsprozesse unter Festlegung der Reihenfolge einzelner Ablaufschritte sowie die Koordination der Teilaktivitäten. Die Ablauforganisation regelt die zeitlichen und organisatorischen Abhängigkeiten der Prozesse und Beschreibt die effektive Gestaltung der Prozessabläufe.

Abmahnung (allgemein)

Das Herantreten des Anspruchsberechtigten an den Rechtsverletzer, mit dem ihm sein Rechtsverstoß vorgehalten wird, mit der Aufforderung, einen derartigen Verstoß künftig zu unterlassen. Die A. kann mündlich erfolgen, wird im Wettbewerbsrecht jedoch meist schriftlich vorgenommen und mit der Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (s. dort) verbunden. Aus Kostengründen ist es unbedingt ratsam, zunächst per A. gegen den Verletzer vorzugehen; zieht man nämlich ohne vorherige erfolglose A. vor Gericht (Klage oder Antrag auf einstweilige Verfügung; s. dort), kann es passieren, dass man die Kosten des Prozesses bzw. Verfügungsverfahrens sogar nach einem Sieg selbst tragen muss.

Abmahnung (Arbeitsrecht)

Ist die gelbe Karte, der bei der Fortsetzung der Pflichtwidrigkeit die Kündigung als rote Karte folgen kann. Sie soll den Arbeitnehmer an seine arbeitsvertraglichen Pflichten erinnern und ermahnen, künftig wieder vertragsgerecht zu arbeiten. Sie stellt zugleich für weitere Pflichtwidrigkeiten arbeitsrechtliche Konsequenzen für den Inhalt oder den Bestand des Arbeitsverhältnisses in Aussicht und ist damit die Wegbereiterin einer ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen. Aus dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und des 314 Abs. 2 BGB heraus muss vor Ausspruch einer verhaltenbedingten Kündigung unbedingt mindestens eine einschlägige Abmahnung erteilt worden sein.

Abordnung

Vorübergehende Zuweisung einer Tätigkeit in einem anderen Betrieb (Betriebswechsel, Ortswechsel)

Absatz

Letzte Stufe des betrieblichen Umsatzprozesses, bestehend aus Kapitalbewegungen im Beschaffung-, Produktions- und Absatzbereicht. Die Menge oder Wert in einer Periode verkaufter Güter

Absatzfinanzierung

Auch Kreditpolitik genannt. Längerfristige Stundung des Kaufpreises unter der Voraussetzung der Kreditwürdigkeit.

Absatzforschung

Informationsgewinnung ausschließlich für absatzwirtschaftliche Zwecke

Absatzhelfer

Wirtschaftlich und rechtlich selbstständige Institutionen (bzw. Personen), die gegen Entgelt Kaufverträge zwischen Anbietern und Nachfragern auf eigene oder fremde Rechnung im eigenen oder fremden Namen vermitteln bzw. abschließen (zum Beispiel Handelsvertreter, Kommissionär, Makler)

Absatzmittler

Wirtschaftlich und rechtlich selbstständige Institutionen, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Teile der Absatz- und Beschaffungstätigkeiten von Anbietern bzw. Nachfragern übernehmen (zum Beispiel Großhandels- und Einzelhandelsunternehmen)siehe auch Handel

Absatzpolitik

Vorgabe von Zielen für die Leistungsverwertung sowie Auswahl und Realisation von Maßnahmen zur Zielerreichung.

Absatzprogramm

Die Summe der von einem Unternehmen auf dem Markt angebotenen Leistungen; auch: Produktprogramm. Es enthält sowohl die im eigenen Betrieb hergestellten Güter als auch die Handelswaren eines Unternehmens, die von fremden Unternehmen hergestellt werden.

Absatzverwandtschaft

Sachlicher Zusammenhang zwischen Produkten eines Sortiments, der auf gleichen Bedarfsträgern bzw. gleichen Bedarfsarten basiert.

Abschlussschreiben

Schriftliche Bestätigung des Wettbewerbsverletzers nach ergangener einstweiliger Verfügung (s. dort), mit der er die Endgültigkeit der einstweiligen Verfügung anerkennt. Es ist nach gewonnenem Verfügungsverfahren zweckmäßig, da anderenfalls der unterlegene Wettbewerbsverletzer die unbefristete Möglichkeit zur Rechtsmitteleinlegung (Widerspruch) hat. Verweigert der Verletze das geforderte A., muss der Verletzte Klage erheben, wenn er eine unanfechtbare gerichtliche Entscheidung anstrebt.

Abschneideverfahren

Siehe Konzentrationsverfahren

Abschöpfungsstrategie

Siehe Skimming-Strategie.

Abschreibungen

Alle Gegenstände, die von einem Unternehmen gekauft wurden, verlieren im Laufe der Zeit an Wert. Dieser Wertverlust kann steuerlich abgesetzt werden. Für die Absetzung für Abnutzungen gibt es entsprechende AfA-Tabellen, die bei den Finanzämtern erhältlich sind. Abschreibungen reduzieren den Gewinn und damit die Steuerbelastung. Im Rahmen der betrieblichen Erfolgsrechnung sind Abschreibungen Aufwendungen, und im Rahmen der Kostenrechnung sind sie Kosten. Gebräuchlich sind die lineare und die degressive Abschreibungsmethode. (Gegensatz: Zuschreibung)

Absentismus

Arbeitsinhalt bedingtes Fernbleiben von der Arbeit; hat psychologische Ursachen; kein Vorliegen körperlicher Krankheit.

Absolutpreis

Ist jener Geldbetrag, den ein Käufer (Verkäufer) für eine Einheit eines Gutes bezahlt (erhält).

Abstellung

Einstweilige Versetzung

Abstraktionsprinzip

Fundamentales Prinzip des BGB: Trennung zwischen dem Grundgeschäft, durch das sich jemand zu etwas verpflichtet (Verpflichtungsgeschäft), und der Erfüllung dieser Verpflichtung, die davon rechtlich losgelöst, abstrahiert wird. Der Kaufvertrag (oder Schenkungs- oder Tauschvertrag) ist nur die Verpflichtung für beide Seiten, das Eigentum an der Kaufsache und am Geld zu übertragen (wie ein Vorvertrag). Die Übertragung des Eigentums ist als eigener, völlig selbstständiger, abstrakter Vertrag konstruiert.

Abweichungen

Die ABC-Analyse kann auch für andere Zwecke, zum Beispiel zur Klassifizierung von Kunden oder Lieferanten eingesetzt werden.

Abweichungsanalyse

Die Abweichungsanalyse untersucht die Faktoren, die den Abweichungen zu Grunde liegen können. Voraussetzung jeglicher Abweichungsanalyse ist die Erfassung der Ist-Größen und deren Aufbereitung. Diese Ist-Größen können dann mit Plan- bzw. Soll-Werten abgeglichen werden. Sie dient der Verbesserung zukünftiger Entscheidungen.

ad hoc

(eigens) zu diesem Zweck, aus dem Augenblick heraus (entstanden)

Adaptoren, frühe

Marktteilnehmer, die in der Wachstumsphase eines Produkts (siehe Lebenszyklusmodell) als Käufer auftreten.

Ad Clicks

Zahl der Klicks auf ein werbetragendes Objekt, das zu einer dahinter liegenden Information, beispielsweise einer Homepage führt.

Ad Impressions

Betrachtungsvorgänge eines Banners durch die Besucher einer Website (Anklicken ist hier nicht erforderlich)

Ad Server

Webserver, der Werbeeinblendungen auf Webseiten steuert

Adult

Erwachsener, in der Regel ab dem zwölften Geburtstag, der den vollen Flugpreis zu zahlen hat.

Advektion

Zufuhr von Luftmassen oder Wassermassen in vorwiegend horizontaler Richtung.

Affektiv

Emotional, häufig synonym mit Emotion und Gefühl gebraucht. Von intensiven Empfindungen begleitete Verarbeitung von Erlebnissen. Im interkulturellen Kontakt störende und die Kommunikation bedrohende Affekte sind zum Beispiel Enttäuschung, Angst, Ärger oder Ekel. Das Eigenschaftswort affektiv bezeichnet demgegenüber einfach nur den gefühlsmäßigen Anteil im menschlichen Erleben, Urteilen und Handeln.

After Sales Marketing

Marketingaktivitäten nach einem abgeschlossenen Akquisitionsvorgang. Darunter fallen vor allem Maßnahmen der Kundenbindung und der Einstieg in die nächste Akquisition.

After-sales-services

Serviceleistungen des Herstellers für seine Produkte nach dem Kauf (zum Beispiel Garantie und Reparaturen).

AGB

Vertragsbedingungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen), die für eine Vielzahl von Verträgen vorformuliert und auf der Vertragsurkunde (Angebots-, Bestellformular) oder auf einem besonderen Blatt abgedruckt werden.

Aggregation

Zusammenlagerung

Agio

Betrag, um den der Emissionskurs einer Aktie deren Nennwert übersteigt.

Akkommodation

Lern- und Anpassungsprozesse bei Personen, die sich infolge eines Lebensortwechsels grundlegende Mittel und Regeln der Kommunikation und Tätigkeit der fremden Gesellschaft, Kenntnisse ihrer Institutionen und Glaubenssysteme aneignen müssen, um in dieser Gesellschaft interaktions- und arbeitsfähig zu werden. Prozesse der A. können ablaufen, ohne dass die Person ihre grundlegenden Überzeugungen, Werte, Vorlieben oder Denkweisen ändert, da A. als verkehrs- und verhaltensfunktionale Anpassung zunächst nur kommunikationstechnischer Natur ist

Akkordlohn

Der Akkordlohn ist eine Form des Leistungslohns. Er stellt einen Bezug zwischen der Mengenleistung und der Entgelthöhe dar. Im Idealfall ist der Lohn proportional zu den gefertigten Mengeneinheiten. Die zu den Mengeneinheiten proportionale Bezahlung ist heute durch Tarifverträge modifiziert, so dass bestimmte leistungsabhängige Mindestlöhne sichergestellt werden. Der Akkordlohn besteht somit aus einem tariflich festgesetzten Mindestlohn und einem Akkordzuschlag.

Akkreditierung

Formelle Anerkennung der Fähigkeit eines Unternehmens, Prüfungen des QM-Systems anderer Unternehmen durchzuführen und darüber ein Zertifikat auszustellen.

Akkulturation

Die gegenseitige oder auch einseitige Angleichung von Kulturen verschiedener Herkunft aneinander auf Grund enger Berührung. Sie kann mit der Übernahme von technischen Errungenschaften, mit Missionierung und sprachlicher Beeinflussung beginnen, aber auch bewirkt werden durch Eroberung und Besetzung.

Akquisition

Kundenwerbung

Akquisition, persönliche

Teilbereich der Kommunikationspolitik. Dem (potenziellen) Abnehmer werden die Produkte eines Unternehmens im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit dem Ziel des Verkaufsabschlusses angeboten.

Aktie

Wertpapier, das einen bestimmten Anteil am Vermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft.

Aktives Zuhören

Durch Körpersprache (Blickkontakt, zugewandte Haltung, Kopfnicken usw.), durch Kurzäußerungen wie aha oder gut, durch aktives Nachfragen, Rückformulieren und Zusammenfassen wird dem Gesprächspartner Interesse bezeugt.

AKV-Prinzip

Forderung der Organisationslehre, dass grundsätzlich Aufgaben, Kompetenzen (= Befugnisse) und Verantwortung deckungsgleich sein sollten (Kongruenzprinzip)

Akzeptanz

Bereitschaft, etwas anzuerkennen oder Neues anzunehmen.

akzessorisch

hinzukommend, nebensächlich, Zivilrecht: akzessorische Rechte; Nebenrechte, Sicherungsrechte (zum Beispiel Anspruch gegen den Bürgen)

Aldisierung

Abwertend gemeinte Beschreibung der billigen Verramschung hochwertiger Reiseleistungen infolge Überangebots.

Algorhythmus

Beschreibung von Verfahren, die aus einzelnen Parametern bestehen, um in einer festgelegten Lösungsfolge (sequenziell) effizient und präzise (ohne Interpretationsspielraum) über einzelne elementare Teillösungen zu einer Gesamtlösung zu kommen.

All You Can Afford Method

Verfahren der Werbebudgetplanung, bei dem das Werbebudget als eine Art Residualgröße betrachtet wird, die nach Abzug aller sonstigen als notwendig erachteten Marketing-Ausgaben vom gesamten Marketing-Etat verbleibt.

Allgemeines Adaptionssyndrom

Hierunter wird eine bei jedem Menschen zu beobachtende physiologische Reaktion auf Stress verstanden. Sie läuft in folgenden drei Phasen ab: Alarmreaktion, Widerstandsstadium, Erschöpfungsstadium.

Allgemeinverbindlichkeitserklärung

Durch den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung kann der Tarifvertrag auch auf nicht-tarifgebundene Arbeitnehmer und -geber erstreckt werden (§ 5 TVG).

Allokation der Ressourcen, effiziente

Nach dem Effizienzprinzip optimale Aufteilung der vorhandenen Ressourcen in Hinblick auf die gesetzten Ziele.

Allotment

Die nach Verkaufsgesichtspunkten regelmäßig ohne Garantiebeleg für mittel- und langfristige Dauergeschäfte reservierte Kapazität, zum Beispiel auf Linienflügen, Ferienflügen, Kreuzfahrtschiffen, in Hotels.

ALPEN-Methode

Methode, die einen Planungsablauf beschreibt: Aufgaben zusammenstellen; Länge der Tätigkeiten schätzen; Pufferzeit reservieren; Entscheidungen über Prioritäten treffen; Nachkontrolle.

Alternativfragen

Fragen, die den Gesprächspartnern zu einer Entscheidung führen, indem er zwischen zwei oder mehreren Alternativen wählen kann.

Alternativtourismus

Zusammenfassender Begriff für alle Arten von Reisen, die sich streng vom Massentourismus abgrenzen wollen. In der Werbung häufig verwandter Begriff, der andere Reiseformen darstellen soll, die allerdings mit sanftem Reisen oft wenig zu tun haben, zum Beispiel Rucksacktourismus.

Always-on-Generation

Abk. für always online bedeutet ständige Internetverbindung

Ambient Media

Nicht-klassische Medienformate, die out-of-home konsumiert werden, wie zum Beispiel Werbung am Flughafen, in der U-Bahn, im Supermarkt, an der Tankstelle, in Fitness-Centern oder in Szenelokalen. Dort finden sich Medien wie Fußbodenwerbung, Indoor-Plakate, Werbung am Einkaufswagen, an der Zapfpistole an der Tankstelle, Spindwerbung, Plakate auf der Toilette oder Gratispostkarten.

Ambiguitätstoleranz

Produktive Grundhaltung in der interkulturellen Kommunikation: die Fähigkeit und die Bereitschaft, sich schnell und mit geringem Unbehagen auf mehrdeutige, ambivalente oder gar widersprüchliche Situationen einzustellen; A. trägt dazu bei, interkulturelle Irritationen und Dissonanzen in produktiver, d. h. verständnisvorbereitender Weise auszuhalten; das affektive und kognitive Äquivalent der Rollenflexibilität.

American Breakfast

Reichhaltiges Frühstück (Gegenteil: Continental Breakfast).

Ameropa GmbH

Reiseveranstalter der DB AG.

Amortisation

Tilgung einer Verbindlichkeit.

Amortisationsrechnung

Errechnung der Dauer der Amortisation des investierten Kapitals. Die Amortisationsdauer gilt als eine Art Maßstab für das mit einer Investition verbundene Risiko.

Amortisationszeit

Zeitraum, in dem der Kapitaleinsatz einer Investition durch den Umsatzprozess wieder gewonnen wird.

Analog

Die Übertragung akustischer Signale über ein drahtgebundenes Medium erfolgt durch elektrische Impulse, die den Schwingungen des Schalls entsprechen. Maßeinheit ist Hertz. 1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde. Gegenteil: digital.

analog

entsprechend, ähnlich, vergleichbar

Analyse

Bilanzbeurteilung nach Finanz-, Ertrags- und Liquiditätskraft.

analytisch

zergliedernd, zerlegend

Anatomie

Wissenschaft om Bau des menschlichen Körpers und seiner Organe

Anders Reisen

Siehe Alternativtourismus

Änderungskündigung

Liegt vor, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter zwar kündigt, ihm aber gleichzeitig anbietet, das Arbeitsverhältnis unter geänderten Bedingungen fortzusetzen.

Anfechtung

Maßnahme, um ein rechtlich wirksam gewordenes Rechtsgeschäft für nichtig zu erklären. Wird ein anfechtbares Rechtsgeschäft angefochten, so ist es von Anfang an als nichtig anzusehen (§ 142 BGB).

Anforderung

Erfordernis oder Erwartung, das oder die festlegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist (ISO 9000:2000, Ziff. 3.1.2).

Anforderungsanalyse

Ermittlung der für die erfolgreiche Ausübung einer Tätigkeit erforderlichen Merkmale (Eigenschaften, Verhalten und Qualifikation).

Anforderungsprofil

Die für einen Arbeitsplatz beziehungsweise eine Stelle als notwendig erachteten Fähigkeiten, Eigenschaften sowie Potenziale werden in einem Anforderungsprofil grafisch dargestellt und im Rahmen der Personalauswahl und -beurteilung benötigt

Animateur/in

Der Beruf entstand in den 50er Jahren im ersten Club Mediterranée auf Mallorca. Die Hauptaufgabe besteht in Spiel- und Erlebnisgestaltung für die Clubgäste. Manchmal übernehmen sie auch Reiseleiteraufgaben, wie zum Beispiel bei Ausflügen.

Animation

Gästebetreuung, die darauf ausgerichtet ist, den Gast zu aktivieren und ihn für bestimmte Tätigkeiten (zum Beispiel Sport, Exkursionen etc.) zu motivieren mit dem Ziel, ihm Erlebnisse zu vermitteln.

Animismus

Seelenglaube, Urform menschlicher Religiosität, aus der sich Ahnenkult, der Glaube an Geister und schließlich an Götter entwickelt hat.

Ankündigungseffekte

Reaktion der Unternehmensumwelt auf angekündigte Maßnahmen eines Unternehmens vor deren tatsächlicher Realisation, zum Beispiel durch vorzeitige Information der Öffentlichkeit. * Störgrößen

Anlageinvestitionen

umfassen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen.

Anlagevermögen

Für den dauernden Geschäftsbetrieb bestimmtes Vermögen (ergänzend: -> Umlaufvermögen). Das A gliedert sich in Sachvermögen (Grundstücke, Maschinen usw.), immaterielles A (Lizenzen, Konzessionen) und Finanzanlagen (zum Beispiel Beteiligungen).

Announcement

Ankündigung von Produkten schon vor der Fertigstellung beziehungsweise Auslieferung.

Annuitätenmethode

Dynamisches Verfahren der Investitionsrechnung, bei dem die durchschnittlichen periodenmäßigen Ausgaben bzw. Kosten mit den durchschnittlichen periodenmäßigen jährlichen Einnahmen bzw. Erlösen verglichen werden.

Anregung

Eine vom Vorgesetzten seinem Mitarbeiter gegebenen Hinweis zu prüfen, ob bestimmte Gedanken und Vorstellungen für dessen Handlungen oder Entscheidungen nutzbringend verwertet werden können. Dabei bleibt es dem Mitarbeiter überlassen, ob er sich für oder gegen die Anregung entscheidet (Gegensatz: Weisung, Anordnung).

Anreizsysteme

Motivationssysteme wie erfolgs- und leistungsorientierte Vergütung, die Mitarbeiter motivieren sollen, erwünschtes Verhalten (beispielsweise die Realisierung vereinbarter Ziele) verstärkt zu zeigen.

Anschlusskabotage

Durchführung eines innerstaatlichen Verkehrs durch einen ausländischen Busunternehmer im Anschluss an eine Beförderung ins Ausland.

Ansi

Abkürzung für American National Standards Institute. http://www.ansi.org/: Dieses Institut kümmert sich um die Vereinheitlichung von Standards – auch bei Computern. Eine Ansi-Norm ist vergleichbar mit DIN beziehungsweise ISO.

Anspruch

Das Recht, ein Tun oder Unterlassen zu verlangen.

Anthropologie

Wissenschaft vom Menschen, von den Menschenrassen

Anthropometrische Arbeitsplatzgestaltung

Anpassung des Arbeitsplatzes an die Körpermaße des Menschen.

Antizyklische Fiskalpolitik

bezeichnet eine Haushaltspolitik des Staates, welche den konjunkturellen Schwankungen entgegenwirken soll.

Anwendungen

Gebrauch von Softwareprogrammen zur Organisation von Tätigkeiten des Computers und der Peripheriegeräte. Erledigen standardisierte, branchenspezifische (für Tourismus, Ärzte) oder branchenübergreifende (Rechnungswesen, Personalwesen) Aufgaben.

AO

Abgabenordnung/Steuerrecht

AP

American Plan = Vollpension (auch FAP = Full …).

Applicable Fare

Normal- oder Sondertarif, der entsprechend dem jeweiligen Passagier und seinen Reisewünschen anwendbar ist.

Application Service Provider

Dienstleister, der Software und Dienstleistungen über das Internet gegen nutzungsabhängiges Entgelt zur Verfügung stellt

Application-Service-Providing (ASP)

Bereitstellung von Softwarelösungen über das Internet oder Intranet.

Äquivalenzprinzip

Ein Grundsatz der Individualversicherung: Jeder Versicherte trägt im Rahmen der Gefahrengemeinschaft entsprechend seinem speziellen Risiko, ausgedrückt durch die Prämie, zur Versicherung bei, so dass die Summe der Prämien aller Versicherten dem gesamten geschätzten Schadensaufwand entspricht. Dieser Grundsatz von der Äquivalenz zwischen Beitragsleistungen und Versicherungsleistung wird in der Sozialversicherung durch das Solidaritätsprinzip ergänzt (äquivalent = gleichwertig).

Äquivalenzziffernrechnung

Vollkostenorientiertes Kalkulationsverfahren, bei dem die Gesamtkosten über Gewichtungsfaktoren auf die einzelnen Produkte verteilt werden.

Arbeitsanweisungen

Sie beschreiben genau definierte Tätigkeiten eines bestimmten Ablaufs. Arbeitsanweisungen sind arbeitsplatzbezogen.

Arbeitsbewertungskommission

Paritätisch zusammengesetztes Gremium aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern, das für die Durchführung der Arbeitsbewertung zuständig ist.

Arbeitsfreistellung

Ist keine Versetzung, die der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegt. Dem betroffenen Arbeitnehmer würden die bisherigen Aufgaben vollständig entzogen, ohne dass er einen neuen Arbeitsbereich erhalte (BAG 28.03.2000).

Arbeitslosenquote

Erfasst die Zahl der Arbeitslosen als Anteil an der Zahl der abhängig beschäftigten Erwerbspersonen.

Arbeitslosenversicherung

Neben der Arbeitsförderung ist sie die zweite Hauptaufgabe, die von der Bundesanstalt für Arbeit wahrgenommen wird. Sie dient der Sicherung von Arbeitsplätzen sowie der Gewährung von Leistungen an Arbeitslose.

Arbeitsmarktforschung

Kann sowohl innerhalb des Unternehmens als auch außerhalb des Unternehmens erfolgen. Die betriebliche Arbeitsmarktforschung hat die Aufgabe, die auf Grund der betrieblichen Personalsituation relevanten Personalbeschaffungspotenziale und -möglichkeiten transparent zu machen.

Arbeitsplatzmethode oder Stellenplanmethode

Sie ist eine Möglichkeit im Rahmen der quantitativen Personalbedarfsplanung.

Arbeitsunfähigkeit

Liegt vor, wenn die bisherige Beschäftigung wegen Krankheit nicht mehr oder nur auf die Gefahr hin ausgeübt werden kann, den Zustand zu verschlimmern. Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Krankengeld oder Verletztengeld) knüpft an diese Definition an.

Arbitrage

Ausnutzung von Kursunterschieden im Börsengeschäft.

Armutsgrenze

Grenze, unterhalb derer eine menschenwürdige Existenz (wirtschaftlich) nicht möglich ist.

Arrondierung

Einbezug von an ein bestimmtes Grundstück angrenzenden Flächen zu diesem Grundstück

Artefakte

Künstliches Gebilde, jedes künstlich Hergestellte.

Artikel

Die in charakteristischen Eigenschaften übereinstimmenden Sorten (siehe Sorten).

ASA-Theorie

Theorie von Benjamin Schneider, wonach Organisationen vor allem durch Anziehung, Auswahl und selektives Verbleiben bestimmter Mitarbeiter geformt werden.

ASP

Application Service Providing. Vermarktung von Software auf Mietbasis.

Assessment

Methode zur Selbstbewertung der Unternehmensqualität nach festgelegten Kriterien

Assessment-Center

Sehr effiziente Methode zur Personalauswahl und/oder zur Beurteilung vorhandener Führungskräfte. Die Bewerber werden hier – oft über mehrere Tage hinweg – in Plan- und Rollenspielen anhand vorher definierter Beurteilungskriterien ausgewählt. Das englische Wort assessment bedeutet Festsetzung, Festlegung, Bestimmung.

Assessor

Prüfer, Tester.

Assoziation, freie

Der nicht mit Absicht gelenkte Ablauf der Gedanken, Vorstellungen und Erinnerungen von einem Denkinhalt zu einem nächsten.

Audit

[lat. Audire, hören] Systematische Überprüfung eines Systems anhand festgelegter Fragen (Audit-Frageliste). Interne Audits werden von Mitarbeitern durchgeführt, externe Audits von betriebsfremden Personen. Unabhängiger und dokumentierter Prozess zur Erlangung von Auditnachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um zu ermitteln, inwieweit Auditkriterien erfüllt sind.

Aufbauorganisation

Gliederung des Unternehmens in funktionsfähige Teilbereiche sowie deren Koordination. Die Aufbauorganisation regelt die Aufgaben, Befugnisse und Verantwortungen der Projektbeteiligten. Auch: Strukturorganisation. Sie konzentriert sich insbesondere auf konstitutionale Probleme, wie die Gliederung und Koordination des Unternehmens in aufgabenteilige Einheiten, Instanzen und Stäbe. A wird unterschieden zur -> Ablauforganisation.

Aufgabenbezogene Ziele

Ziele, die sich konkret auf die Tätigkeit beziehen und in der Regel quantitativ messbar sind.

Aufmerksamkeit

Bereitschaft eines Individuums, Reize (zum Beispiel Anweisungen oder Informationen) aus seiner Umwelt aufzunehmen.

Aufwand

Effektive Verminderung des Reinvermögens der Unternehmung durch Werteverzehr

Aufwendungen

Im Handelsrecht: Minderungen des Betriebsvermögens beziehungsweise Kapitals aus betrieblicher Veranlassung. Im Steuerrecht: Werbungskosten zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sonderausgaben sind Aufwendungen, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind.

Aufzeichnung

Sie beschreibt den Ist-Zustand des Unternehmens.

Auktion

Versteigerung von Waren und Verkauf an den Meistbietenden, eignet sich unklaren Preisvorstellungen.

Ausdrucksdiagnostik

Lehre von der systematischen Beobachtung und Interpretation von Ausdruckserscheinungen wie Mimik, Stimme, Bewegungen oder Schrift.

Ausgabe

Effektive Verminderung des Geldvermögens der Unternehmung.

Ausschreibung

Verfahren zur Einholung von Angeboten, bei dem Verhandlungen ausgeschlossen werden.

Außenbeitrag

Saldo aus Handels- und Dienstleistungsbilanz, misst, inwieweit durch Verkauf von Waren und Dienstleistungen ein Überschuss mit dem Ausland erzielt wird

Außenfinanzierung

Dem Unternehmen wird vom Unternehmer beziehungsweise den Gesellschaftern oder von Gläubigern Kapital zugeführt. Die Außenfinanzierung umfasst die Eigen- und Fremdfinanzierung.

Außenhandel

Handelsbetriebe, die Geschäfte mit dem Ausland betreiben.

Auswahlgrundlage

Abbildung der Grundgesamtheit, die stellvertretend für die Grundgesamtheit bei der Teilerhebung verwendet wird

Auswahlplan

Plan, in dem die Durchführung einer Teilerhebung festgelegt wird

Auswahlverfahren

Verschiedene Methoden zur Auswahl und Beurteilung von Bewerbern.

Auszahlung

Effektive Verringerung des Zahlungsmittelbestandes der Unternehmung (analog: -> Einzahlung).

Autobiografie

literarische Darstellung des eigenen Lebens

autonom

selbstständig

Average Rate

Im Jahresdurchschnitt erzielter Preis pro Zimmer.

AVI

Dateien mit dieser Endung enthalten nicht standardisierte Videos.

Axon

Nervenfortsatz

Ayurveda

Wissen vom Leben, Bezeichnung für traditionelle indische Heilkunst.

B2B oder BtoB

Abkürzung für Business to Business

B2C oder BtoC

Abkürzung für Business to Consumer

BAB

Betriebsabrechnungsbogen

Backbone

Rückgrat des Internet; Hochgeschwindigkeits-Datenleitungen mit hoher Kapazität

Back-Office

Der Begriff fasst alle Prozesse zusammen, die hinter den Kulissen ablaufen - dazu gehört zum Beispiel die unternehmensinterne Weiterbearbeitung von Bestellungen oder Reklamationen. Das Back Office dient gleichermaßen als Schnittstelle zu Front-Office-Systemen wie auch zu ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning). Für den reibungslosen Datenaustausch vom Kundenkontakt ins Unternehmen hinein und umgekehrt bieten die Customer Relationship Management Lösungen von Aspect entsprechende offene Schnittstellen.

Bafa Bafa Methode

Ziele: Empathieentwicklung für andere Kulturen, Verständnis für Kultur und ihre Entstehung, Reflexion der eigenen Kultur, friedlicher Umgang miteinander, Selbsterfahrung: Wie reagiere ich auf Neues, wie schnell oder langsam kann ich mich auf neue Gegebenheiten einlassen? Eigenes Erleben von Neugier oder Ablehnung, Verständnis oder auch totalem Unverständnis. Abbau von Hemmungen in binationalen Gruppen. Inhalt: ein Simulationsspiel, in dem zwei Gruppen aufgrund unterschiedlicher Regeln und Werte verschiedenartige Kulturen entwickeln und einander begegnen.

Bahnbus-Holding GmbH

Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, in der die regionalen Bahnbusgesellschaften zusammengefasst wurden.

Balanced Scorecard

Management-System zur strategischen Führung eines Unternehmens. BSC ist ein Ansatz eines ausgewogenen Kennzahlensystems. Nach Kaplan/Norton werden vier Perspektiven abgesteckt: die Finanzen, die Kundenbeziehungen, die internen Prozesse sowie die Innovations- und Lernfähigkeit. Sie ist weit mehr als ein Kennzahlensystem, weil sie die betriebswirtschaftlichen, personellen und organisatorischen Auswirkungen auf strategische Anforderungen berücksichtigt. Der BSC-Ansatz geht davon aus, das für den Unternehmenserfolg nicht nur finanzielle (harte) Zielkennzahlen entscheidend sind, sondern auch weiche immaterielle Größen wie Kundenzufriedenheit, Stammkundentreue, Mitarbeiterzufriedenheit.

Bank Settlement Plan BSP

Zentrales Abrechnungsverfahren für Linienflugtickets.

Banner

Die am meisten verbreitete Werbeform im Internet. Statische Banner = meist rechteckig, kleinformatig mit Text und grafischer Darstellung. Animierte Banner = hintereinander ablaufende Grafiken, Bildfolgen als kleiner Film. Transaktive Banner = Integration von Websites Dritter in die eigene Website (gegen Gebühr). Rich-Media-Banner = mit Multimedia-Funktionen. HTML-Banner = mit interaktiven Elementen als Pull Down Menue (Auswahlboxen). Durch Hyperlinks sind die Banner mit der Website des Werbungtreibenden verknüpft.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell vorhandenen Behinderung uneingeschränkt benutzt werden können.

Barwert

Der Barwert gibt unter Berücksichtigung von Zinsen und Zinseszinsen den gegenwärtigen Wert einer künftigen Zahlung an und vermittelt so wichtige Anhaltspunkte für die Rentabilität von Kapitalanlagen.

Basel II

Siehe Rating

Baud

Baud (gesprochen bod) wird als Maßeinheit für die Bandbreite oder Übertragungskapazität benutzt. In Baud wird angegeben, wie viele Daten mit welcher Geschwindigkeit übertragen werden können. Inzwischen wird die Bezeichnung Baud abgelöst durch die korrektere Bezeichnung bps (Bits per second). Wenn jemand sagt, er habe ein 28.8-Baud-Modem, besitzt er wahrscheinlich ein 28.8-Kbps-Modem (Kbps steht für Kilobit pro Sekunde, das sind 1024 Bit). Im allgemeinen Gebrauch bezeichnet die Baud-Rate, wie viele Bits ein Modem pro Sekunde senden oder empfangen kann. Technisch gesehen ist es aber die Anzahl pro Sekunde, in der ein Signalwechsel stattfindet. Beispiel: Ein 9600 Bit-per-Second Modem arbeitet mit 2400 Baud, es überträgt aber 4 Bits pro Baud (also 4 x 2400 = 9600 Bits per second).

BauGB

Baugesetzbuch

Bauleitplanung

Gesamtheit aller von einer Gemeinde aufzustellenden Pläne für geordnete Flächennutzung und Bebauung.

BDO

Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V., Dachverband der Landesverbände des privaten Busgewerbes.

Bedarf

Derjenige Teil der Bedürfnisse, den ein Individuum mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln befriedigen kann und will.

Bedarfsanpassung

Konsumentengerichtetes Ziel der Produktpolitik. Das Absatzprogramm und das Produkt eines Unternehmens werden entsprechend dem aktuellen Bedarf gestaltet.

Bedarfsgemeinschaft

Begriff beim Arbeitslosengeld II: nach dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen Haushaltsangehörige, Partner und Kinder

Bedarfsveränderung

Zielt darauf ab, von bestehenden Nutzenerwartungen der Konsumenten abzuweichen und mittels Bedarfsweckung und Bedarfslenkung einen Nachfragezuwachs zu erreichen.

Bedürfnis

Gefühl eines Mangels und der damit verbundene Wunsch nach Beseitigung dieses Mangels.

Beförderung

Zuweisung eines höherwertigen Aufgabengebietes

Beitragsbemessungsgrenze

Sie markiert den Wert, bis zu dem das Arbeitsentgelt in den einzelnen Versicherungszweigen der Beitragspflicht unterliegt.

Beitragssatz

Dies ist der Prozentsatz des Bruttoentgelts, der als Beitrag zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung abzuführen ist.

Belegschaftsaktie

Börsennotiertes Wertpapier, das gegen Kursabschlag an beteiligungswillige Belegschaftsmitglieder ausgegeben wird.

Below-the-Line

Überbegriff für alle nicht-klassischen Formen der Marktkommunikation wie Sponsoring, Merchandising, Telefonwerbung.

Benchmarking

Analyse- und Planungsinstrument, das einen Vergleich des eigenen Unternehmens mit dem „Klassenbesten“ der Mitbewerber und darüber hinaus auch Vergleiche mit branchenfremden (best practice) Unternehmen erlaubt. Es ist somit ein Prozess, der Produkte, Methoden, Abläufe und Strukturen betrieblicher Funktionen einem oder mehreren anderen Unternehmen gegenüberstellt, um Rationalisierungspotenziale oder Qualitäts- und Leistungssteigerungspotenziale aufzudecken.

Benchmark

Vergleich eigener Leistung und Kennzahlen mit der Leistung führender Unternehmen anhand derer Kennzahlen.

Benefits

Teil der subjektiven Produkteigenschaften. Subjektive Produkt-/Nutzenerwartungen, d. h. die vom Konsumenten wahrgenommenen hauptsächlichen Nutzen, die ihm aus der Verwendung bzw. dem Verbrauch eines Erzeugnisses erwachsen.

Benelux-Staaten

Zusammenfassende Bezeichnung der Länder Belgien, Niederlande, Luxemburg.

Beobachtungseffekt

Verhaltensänderung von Testpersonen durch das Wissen um die Beobachtungssituation

Bereichsziel

Ziel, das für jeden leistungswirtschaftlichen Funktionsbereich (Beschaffung, Produktion, Absatz) formuliert wird.

BERI

Business Environmental Risk Institute Index; Bewertung von Ländern anhand wirtschaftlicher und politischer Kriterien

Berichte

Berichte beinhalten nach bestimmten Gesichtspunkten geordnete Daten.

Berichtswesen

Funktionsübergreifendes, zweckentsprechendes  Einrichten, Erstellen, Weiterleiten und Verarbeiten von Informationen.

BERI-Index

Index zur Beurteilung von Länderrisiken bei Exportgeschäften (Geschäftsklima, politische Risiken, Rückzahlungsindex) Abkürzung für Business Environment Risk Index

Berufsunfähigkeit

Dies ist ein Versicherungsfall, der eine Rentenzahlung auslöst.

Beschaffung

Versorgung des Betriebes mit Betriebsmitteln und Werkstoffen.

Beschäftigungsgrad

Drückt das prozentuale Verhältnis von erreichter zu höchstmöglicher Beschäftigung aus.

Beschränkte Gesellschafterhaftung

Die Gesellschafter haften über das Vermögen des Unternehmens hinaus in begrenzter Höhe mit ihrem Privatvermögen.

Besitz

Die tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache.

Bestandscontrolling

Systematische Planung, Kontrolle und Steuerung der Bestände in den einzelnen Betriebsbereichen.

Besucherpfad

Der Weg eines Besuchers bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung. Beschrieben werden die einzelnen Stationen des Dienstleistungsprozesses.

Beteiligungsfinanzierung

Außenfinanzierung durch Eigenkapitalgeber.

Betrieb

Produktive Wirtschaftseinheit, die unter Beachtung des ökonomischen Prinzips und unter Leitung des dispositiven Faktors durch planmäßige, rationale Kombination der Produktionsfaktoren über den Eigenbedarf hinaus Güter oder Dienstleistungen herstellt und vertreibt.

Betriebliche Berufsausbildung

umfasst alle Maßnahmen und Tätigkeiten, die für die Ausübung eines bestimmten Berufes vorausgesetzt werden. Die betriebliche Berufsausbildung ist gesetzlich geregelt.

Betriebliche Bildung

Der Begriff umfasst alle zielgerichteten Maßnahmen und Tätigkeiten, die zur Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse, Fertigkeiten und Verhaltensweisen des Betriebsangehörigen beitragen.

Betriebliche Sozialleistungen

Alle Leistungen, die dem Arbeitnehmer über den vereinbarten Lohn oder das vereinbarte Gehalt hinaus aus Aufwendungen des Arbeitgebers sowohl während seiner aktiven Dienstzeit als auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienstverhältnis zugutekommen.

Betriebliche Übung

Regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitsgebers, aus denen die Arbeitnehmer schließen können, ihnen solle eine Leistung oder Vergünstigung auf Dauer eingeräumt werden (BAG, 12.01.1994).

Betriebliches Vorschlagswesen

Bei dem Betrieblichen Vorschlagswesen (BVW) werden dem Mitarbeiter für die Konzipierung von nützlichen Innovationen für das Unternehmen (sofern dies nicht zu seiner ureigensten Aufgabe zählt) Anreize in Form von materiellen und immateriellen Prämien angeboten.

Betriebsabrechnungsbogen

Tabelle, in der die Kostenstellenrechnung durchgeführt wird.

Betriebsaufwand

(Zweckaufwand) ist identisch mit den Kosten d. h., es sind Aufwendungen, die für den betrieblichen Leistungsprozess entstehen.

Betriebsergebnis

Sind die Erlöse minus Selbstkosten der verkauften Erzeugnisse während einer Abrechnungsperiode.

Betriebsergebnisrechnung

Kostenträgerzeitrechnung

Betriebsform

In der Realität auffindbare Erscheinungsform des Handels, die durch die spezifische Konzeption der zugehörigen Handelsbetriebe im Sinne übereinstimmender Ausprägungen der Merkmale Größe, Standort, Sortiment etc. gekennzeichnet ist.

Betriebsmittel

Normalerweise über einen längeren Zeitraum zur Leistungserstellung genutzte Einrichtungen und Anlagen (zum Beispiel Maschinen, Gebäude).

Betriebssystem

Operating System, Programme, die zum Betrieb von Anwenderprogrammen direkt benötigt werden. Von den Herstellern der Hard- und Software auf die eigenen Anwendungen abgestimmt.

Beurteilungsfehler

Fehler, die sich bei einer Mitarbeiterbeurteilung durch die Subjektivität des menschlichen Urteils einschleichen können.

Beurteilungsgespäch

Gespräch, in dem die über einen bestimmten Zeitraum hinweg erbrachte Leistung eines Mitarbeiters beurteilt wird.

Beurteilungssystem (360-Grad Feedback)

Ein Ziel des durchgängigen Beurteilungssystems ist es für Führungskräfte, möglichst an vielen Stellen des Unternehmens ein 360-Grad-Feedback einzuholen. Hierbei handelt es sich um die Summe von Feedbacks, die im Idealfall von allen Seiten gegeben werden, also Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kollegen sowie von der Kundschaft. Durch ein solches Rundum-Feedback bekommen Führungskräfte am ehesten ein Gespür dafür, wie sie von anderen gesehen werden und wo ihre Entwicklungspotenziale liegen. Damit ist das 360-Grad-Feedback auch wichtig, um feststellen zu können, in welchen Bereichen ein Qualifizierungs- und Fortbildungsbedarf besteht. Dieses System birgt allerdings die Gefahr, dass Führungskräfte nicht anforderungerecht führen, weil sie von ihren Mitarbeitern gut beurteilt werden wollen.

Beziehungsebene

Die Ebene in der Kommunikation, die etwas darüber aussagt, wie die Gesprächspartner zueinander stehen. Die Art und Weise der Beziehung äußert sich darin, wie miteinander gesprochen wird (Tonfall, Gestik, Mimik, Formulierung usw.).

Beziehungsmarketing

Langfristige Bindung des Kunden an das Unternehmen oder die Marke erreichen. Der Kunde soll eine Beziehung zu dem Produkt aufbauen, sich mit ihm und der vermittelten Philosophie identifizieren (= Relationship Marketing).

Big-Five

Die beiden Forscher Allport und Harold schlugen auf Grund der Existenz einer Vielzahl von Begriffen, die die Persönlichkeit beschreiben, vor, „die psychologische Fachwelt möge festlegen, wie viele Gruppen sinnverwandter Begriffe nötig seien, um das Verhalten eines menschlichen Individuums von einem anderen zu unterscheiden.“ Das Ergebnis sind 5 Gruppen von Begriffen, anhand derer die individuellen Unterschiede von Persönlichkeit größtenteils bestimmt werden können.

Big-Five-Modell

Bilanz

Nach bestimmten Abbildungsregeln erfolgende, stichtagsbezogene Abbildung der betrieblichen Vermögens- und Schuldensituation.

Bilanzpolitik

Unter Bilanzpolitik versteht man die zielorientierten betrieblichen Entscheidungen, die unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften darauf gerichtet sind, den Jahresabschluss zu beeinflussen, um die von der Unternehmenspolitik vorgegebenen Ziele zu erreichen.

binär

je zwei Einheiten, Teile, Glieder

Binnenhandel

Handelsbetriebe, deren Wirkungsfeld auf das jeweilige Staatsgebiet beschränkt ist.

Biografie

Nach bestimmten Abbildungsregeln erfolgende, stichtagsbezogene Abbildung der betrieblichen Vermögens- und Schuldensituation.

Biografischer Fragebogen

Methode zur Auswahl eines Bewerbers unter Zugrundelegung seiner bisherigen Biografie. Auch: Standardisierte Form der Selbstbeschreibung zur Prognose künftigen Berufserfolgs aus vergangenem Verhalten und persönliche Erfahrungen.

Bionik

Kreativitätstechnik, die sich auf das Zusammenwirken von Biologie und Technik bezieht.

Bistrobus

Doppelstöckiger Bus, der im oberen Stockwerk mit Fahrgastsesseln, im unteren Stockwerk mit Bistroküche, Tischen, Stühlen und WC ausgestattet ist.

Bit/Byte

Bit ist die kleinste mögliche digitale Einheit. Zustand: Strom an (1) oder Strom aus (0). 8 Bit sind 1 Byte, die bedeutendste Einheit der Digitalisierung, auch als 16-Bit-Technik möglich. 1024 Byte = 1 KB, 1024 KB = 1 MB, 1024 MB = 1 GB (Gigabyte), 1024 GB = 1 TB (Terabyte)

Blended Learning

Unter Blended Learning wird ein ganzheitliches innovatives Lernkonzept mit einem ausgesuchten Medienmix verstanden.

Blinder Fleck

Der Bereich der Selbstwahrnehmung, in dem das eigene Verhalten für andere sichtbar und erkennbar, dem Betroffenen selbst dagegen nicht bewusst ist.

Blog

Ein auf einer Website geführtes, meist öffentliches Tagebuch

Blueprint

Eine Darstellung, die im Rahmen der Analyse der Dienstleistungsqualität alle Kontaktpunkte mit dem Kunden sowie die damit verbundenen Zusatzarbeiten aufzeigt.

Bluetooth

Übertragungstechnik für digitale Sendegeräte, die Text,- Ton- und Bilpaten mit hoher Datendichte über Funk im begrenzten Bereich (bis ca. 10 Metern) austauschen.

Bonusbandbreite von Caps und Floors

Ergibt sich aus den von der Geschäftsleitung definierten Caps and Floors. Unter einem Cap versteht man die höchste prozentuale Bonusausschüttung. Ein Floor definiert die Untergrenze, zum Beispiel eine Bonus-Mindestausschüttung.

Boreal

Zeitabschnitt der Nacheiszeit (Holozän) in Mitteleuropa mit warmem, trockenem Klima.

Börse

Marktplatz, an dem Angebot und Nachfrage von Waren und Wertpapieren koordiniert und Preise gebildet werden.

Bottom-up-Feedback

Rückmeldungen, die in einem Unternehmen von einer Ebene auf die hierarchisch darüberliegende weitergegeben werden.

Bottom-up-Planung

Ausgehend von den kleinsten gegebenen Kapazitäten Aufteilung der Planungsvorgaben.

Brainstore

Schweizer Ideenfabrik in Biel http://www.brainstore.ch

Brainstorming

Brainstorming (= verrückte Idee, glänzender Einfall oder auch Gedankensturm) Spezielle Form der Gruppensitzung, in der durch spontanes Äußern von Ideen kreative Leistungen erbracht werden sollen.

Brainwriting

Brainwriting ist im Gegensatz zum Brainstorming ein schriftliches Verfahren der Ideenfindung.

Branchenneutral

Nicht an bestimmte Wirtschaftszweige gebunden

Branding (Co-Branding, Sub-Branding)

Branding ist der englische Begriff für „Markenbildung“ (siehe oben). Beim Co-/Sub-Branding schließen sich zwei oder mehr Unternehmen zusammen, um gemeinsam ein Produkt auf den Markt zu bringen und dabei beide Marken nebeneinander herauszustellen. Beispiel dafür ist die LTU-Eurocard, die von LTU und der Eurocard/Mastercard-Organisation (GZS) herausgegeben wird.

Break-Even-Analyse

Entscheidungshilfe der Erfolgs- bzw. Gewinnplanung. Der Schnittpunkt von Kosten- und Umsatzkurve bestimmt dabei jene Größe, die erreicht werden muss, um in die Gewinnzone zu gelangen (sog. Break-Even-Point).

Break-Even-Menge

Produktions- und Absatzmenge, ab der ein Gewinn erzielt wird. Sie ist das Ergebnis der Division der Fixkosten durch den Stückdeckungsbeitrag.

Briefing

Schriftliche und mündliche Darstellung, bisweilen auch Abstimmung der Aufgabenstellung durch den Auftraggeber zum Beispiel gegenüber bzw. mit einer Werbeagentur oder einem Marktforschungsinstitut. Es enthält in komprimierter Form Informationen über Produkte, Märkte, Ressourcen und Ziele der Auftraggeber. Zusammenstellung der Informationen, die für eine Kommunikationsmaßnahme relevant sind.

Browser

Software, die die Navigation im Word Wide Web ermöglicht.

Bruttoinländerprodukt

Ist die Summe aller in Geld bewerteten, von inländischen Wirtschaftssubjekten im In- und Ausland produzierten Güter und Dienstleistungen.

Bruttoinlandsprodukt

Siehe Sozialprodukt

Bruttoinvestitionen

Sind die Gesamtheit aller innerhalb der Volkswirtschaft in einer Rechnungsperiode erzeugten Investitionsgüter.

Bruttonationaleinkommen

Die von Inländern erbrachte Leistung einer Volkswirtschaft. (Früher: Bruttosozialprodukt)

Bruttoproduktionswert

Ist die Summe der Werte aller in den Unternehmen einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen.

Bruttowertschöpfung

Ist die Summe der von inländischen Wirtschaftseinheiten bzw. Wirtschaftsbereichen produzierten Waren und Dienstleistungen nach Abzug der als Vorleistung verbrauchten Güter sowie der Abschreibungen.

B-t-B (B2B)

Abkürzung für Business to Business

B-t-C (B2C)

Abkürzung für Business to Consumer

BT-Drucksache

Bundestags-Drucksache

Buchwert

Buchwert ist der Wert eines Wirtschaftsgutes in den Handelsbüchern und in der Bilanz.

Budget

Ein an Zielen orientierter und in Geldeinheiten formulierter Plan, der einem Entscheidungsbereich für eine Periode mit einem bestimmten Verbindlichkeitsgrad vorgegeben ist.

Budgetdefizit

Bezeichnet eine Finanzierungslücke im Staatsbudget, die durch Kreditaufnahme ausgeglichen werden muss.

Budgetierung

Zuordnung von Ausgaben (Kosten) als Maßgrößen auf bestimmte Kostenstellen und/oder Projekte.

Budgetkontrolle

Kostenorientierte Überprüfung der Einhaltung von Budgetvorgaben (formale B-Kontrolle) sowie die ursachenorientierte Abweichungsanalyse im Falle von Budgetüber- bzw. -unterschreitungen (inhaltliche B-Kontrolle).

Bulle und Bär

Sie sind Symbole für positive und negative Börsenkursentwicklungen. Der Bulle steht für den Aufwärtstrend (stößt mit den Hörnern von unten nach oben), der Bär für den Abwärtstrend (schlägt mit der Tatze von oben nach unten).

Bündelung

Zusammenfassung von Waren und Leistungen, um sie im Paket und zu einem Preis verkaufen zu können.

Bundesagentur für Arbeit

Trägerin der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitsförderung.

Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)

Trägerin der Rentenversicherung für die Angestellten.

Bürgerarbeit

Freiwilliges soziales Engagement, das projektgebunden (und damit zeitlich begrenzt) unter der Regie eines „Gemeinwohlunternehmens“ geleistet wird. Einzurichtende (kommunale) „Ausschüsse für Bürgerarbeit“ autorisieren diese Unternehmen und betreuen sie mit der Durchführung zuvor ausgeschriebener Bürgerarbeits-Projekte Quelle: Bayerisch-Sächsische Zukunftskommission, Bonn, 1997.

Bürgschaft

Sie ist eine Sicherheit für einen Kredit. Wenn der Kreditnehmer nicht mehr bezahlen kann, muss der Bürge einspringen. Dies nennt man eine Ausfallbürgschaft Beispiel: Karl nimmt einen Kredit bei einer Bank auf. Karl fragt seine Freundin Sabine, ob sie eine Bürgschaft unterzeichnet. Wenn Sabine unterschreibt und Karl die Kreditraten nicht mehr selbst bezahlen kann, wendet sich die Bank an Sabine, die den gesamten Kredit zurückzahlen muss. Eine Bürgschaft erlischt erst, wenn der Kredit vollständig bezahlt worden ist.

Bus

System von parallelen Leistungsverbindungen als Bündel in der Zentraleinheit eines Computers. Es wird nur jeweils 1 Bit übertragen, Bit nach Bit, daher ist die Breite der Busse dem Umfang der Datenverarbeitung entsprechend unterschiedlich breit. Unterscheidung in Daten,- Adress- und Steuerbus.

Business-Etage

Hotelstockwerk mit besser ausgestatteten Zimmern, oft mit eigener Rezeption und Lounge.

Busrundreise

Im Gegensatz zur Studienreise mit anderen Schwerpunkten. Bei diesen Reisen wird mehr auf Komfort als auf die Schwerpunkte der Reise geachtet; wichtig sind die Ausstattung der Busse und Hotels, es werden immer so viele Reisende aufgenommen, wie es die Busgröße zulässt.

Cache

Zwischenspeicher für häufig benötigte Daten, der die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht

Cafeteria-Modell

Ansatz zur Individualisierung und Flexibilisierung freiwilliger betrieblicher Sozialleistungen dadurch, dass die Mitarbeiter im Rahmen eines festgelegten (Wahl-) Budgets aus einem sog. Menüplan Leistungen frei auswählen können.

Cafeteria-System

Mitarbeiter können zwischen verschiedenen Anreizelementen wählen (zum Beispiel Rentenbaustein versus Dienstwagen oder eine Bonusbarauszahlung).

Call Center

Telefonzentrale, die das Telefonmarketing für verschiedene Auftraggeber übernimmt. Betrifft sowohl eingehende (inbound) als auch ausgehende (outbound) Gespräche. Call Center entwickeln sich zunehmend von einer bloßen Serviceeinrichtung zur zentralen Kundenschnittstelle des Unternehmens. Deshalb werden sie heute auch als Customer Interaction Center oder Customer Care Center bezeichnet.

Cancellation

Stornierung

Carry-over-Effekte

Zeitliche Ausstrahlung bzw. Auswirkung einzelner (Marketing-) Aktivitäten eines Unternehmens über deren Einsatzzeitraum hinaus. Man unterscheidet dabei * Verzögerungseffekte und * Ankündigungseffekte.

Casemix (CM)

Bewertungs- und Vergleichswert entweder bezogen auf einzelne Fälle wie auch auf das in einem Krankenhaus behandelte Patientenspektrum

Casemix-Index (CMI)

Fallschwere-Index, durchschnittliche Fallschwere einer definierten Patientengruppe (Summe der Relativgewichte aller Behandlungsfälle, dividiert durch die Anzahl der Behandlungsfälle)

Cash

Ist das englische Wort für Bargeld, also Geldmünzen und Banknoten. Steht als Symbol für einen Kurseinbruch an den Wertpapiermärkten.

Cash und Carry-Betriebe

Großhandelsbetriebe, die nach den Prinzipien der Selbstbedienung und Selbstabholung arbeiten.

Cash-Flow

Bilanzkennzahl, die neben der Ertragslage die Finanzkraft des Unternehmens, den Spielraum der Selbstfinanzierung aufzeigt.

Cash-Flow-Analyse

Die Cash-Flow-Analyse ist besonders geeignet zur längerfristigen Unternehmensbeurteilung sowie zum Vergleich innerhalb einer Branche. Sie ist ein Instrument der Jahresabschlussanalyse. Untersucht werden die Finanzautonomie, die Investitionskraft, die Schuldentilgungskraft und die Gewinnausschüttungskraft des Unternehmens.

Category Captain

Anführer einer Warengruppe; der Hersteller, der mit dem Händler die Warengruppenstrategie erarbeitet und dabei auch über die Rolle anderer Hersteller entscheidet

Category Management

Deutsch: Warengruppenmanagement; Konzept zur partnerschaftlichen und sortimentsbezogenen Kooperation von Hersteller und Händler

CBT

Computer-Based-Training. Die Teilnehmer bearbeiten bei dieser Lernform selbstständig in Interaktion mit der Lernstoffware Lernsoftware. Unter CBT versteht man im Unterschied zu WBT mehr und mehr Offline-Lernangebote.

CD

Compact Disc, optische Speicherplatte, bei der die Daten mittels Laserstrahl auf einer aluminiumbeschichteten Kunststoffscheibe aufgezeichnet und durch Laufwerke optisch gelesen und umgesetzt werden.

CeBIT

Größte Messe der Computerbranche jedes Frühjahr in Hannover. Gilt als Leit-Messe für Innovationen und als Schaufenster der Branche für alle E‑Wirtschaftsbereiche.

Cerealien

Nach der römischen Göttin Ceres alte Bezeichnung für Getreide und Halmfrüchte (heute Müsli, Cornflakes etc.).

Change Management

Aktive Unterstützung des Wandels in einem Unternehmen

Characteristics

Objektive Produktmerkmale, die einem Produzenten für die Gestaltung eines physischen Produkts zur Verfügung stehen.

charismatisch

Charisma: besondere Ausstrahlung (-skraft) eines Menschen

Chat

Live-Online-Kommunikation zwischen mindestens zwei Teilnehmern.

Check-in

Vorgang der Anmeldung im Hotel.

Check-in office

Stelle (Schalter), an dem Reisende ihr Gepäck für den Flug aufgeben können und der Flugcoupon eingezogen wird. Manchmal bereits in Hotels möglich.

Checkliste

Merkmalskatalog, der eine systematische Prüfung von Planungs- bzw. Entscheidungsproblemen gestattet.

Chefreiseleiter/in

Höhere Position innerhalb der Reiseleiterbranche, Führungsposition mit bis zu 80 Reiseleitern; erhält u. a. von der Provision jedes ihm/ihr unterstellten Reiseleiters/in einen Anteil.

Child

Ein Passagier zwischen dem 2. und 12. Geburtstag, zahlt je nach Tarif die Hälfte oder zwei Drittel des Flugpreises.

Chip

Zusammenfassung der Elemente einer elektronischen Schaltung (Transistoren, Widerstände, Kondensatoren) auf einer winzigen Siliziumplatte. Gebräuchlich sind z. Zt. Chips mit 32- 64 MB Leistung.

CI

Corporate Identity – Öffentlichkeitswirkung sämtlicher Erscheinungsformen eines Unternehmens, zum Beispiel in Design, Architektur, Werbestil usw.

Circle trip

Rundreise. Alle nicht zu Round trips zählenden Rundreisen, die zwar am gleichen Ort beginnen und enden, aber unterschiedliche Preisberechnungen haben (Frankfurt–Paris–Rom–Frankfurt).

Circular-Organisation

Zeichnet sich aus durch intensive Abstimmung der einzelnen Abteilungen und Ebenen bei stärkerer Aufrechterhaltung der Hierarchie. Zwischen den organisatorischen Einheiten werden Komitees konstituiert, die eine horizontale und vertikale Abstimmung vornehmen.

CL

Closed but listed, Reservierungscode für Wartelistenstatus.

ClickOut

Verlassen einer Website durch Klicken auf einen verlinkten Banner

Clickstream

Klickkette Der auf einer Website zurückgelegter Weg, bis der Nutzer zur gewünschten Information findet

Client-Server

Mischform einer Computer-Architektur aus der zentralen Lösung (Großcomputer mit Terminals) und der dezentralen Lösung (vernetzte Einzelcomputer) entwickelt. Gemeinsame Daten- und Anwendungsfunktionen werden auf einem Server bereitgestellt, auf die über die Benutzer-Schnittstelle die Clients zugreifen. Die Clients behalten dabei ihre eigenen, spezifischen, örtlichen Anwendungen. Das Client-Server-Konzept erlaubt Erweiterungen und Zugriff auf mehrere Server.

Client-Server-Technologie

Daten und Programme werden in einem Computernetzwerk ausgetauscht und gemeinsam genutzt. Unter Kontrolle des Servers können dabei die Arbeitsstationen (Clients) auf Programme und Daten zugreifen, die vom Server verwaltet werden.

Cluster-Analyse

Statistisch-mathematisches Verfahren, das Personen mit ähnlichen Merkmalen zu möglichst homogenen Gruppen zusammenfasst (Typologie).

Clusterorganisation

Kann als konsequente Weiterentwicklung der Teamorganisation angesehen werden. Die Cluster setzen sich multidisziplinär aus 30 bis 50 Personen zusammen, die ein Projekt vollkommen selbstbestimmt und selbstverantwortlich bearbeiten.

Coaching

Zeitlich befristete Begleitung von Führungskräften und Mitarbeitern (Coachee) durch Berater (Coach) im Rahmen von situationsgerechter Einzelberatung oder in Form des sozialen Lernens. Coaching wird als Training on- beziehungsweise parallel-to-the-job oder zur betrieblichen Entwicklung von Führungskräften sowie bei Veränderungen der Organisationsstruktur und Unternehmenskultur eingesetzt.

Colping

Individuelle psychologische Verarbeitungsmechnismen bei der Bewältigung von Stresssituationen

Commission

Vermittlungsprovision für Reisebüros, in der Regel 10 Prozent.

Commitment

Commitment verweist auf eine besondere Bindung und freiwillige Selbstverpflichtung – damit auch auf moralische Grundwerte – des Organisationsmitglieds an seine Organisation. Es zeigt sich in der Bereitschaft des Mitarbeiters, sich auch über arbeitsvertragliche, formale Vorgaben oder das in der Arbeitsrolle Erwartete hinaus einzusetzen. Commitment ist durch eine hohe Übereinstimmung zwischen den Werten des Unternehmens und des Individuums sowie durch starke emotionale oder normative Verbundenheit mit der Organisation bestimmt. Es führt zu einem engagierten Verhalten, das sich auf die Motivation, Stressbewältigung und Leistung sowie eine geringere Fluktuation auswirkt. Quelle: Wunderer, R. Führung und Zusammenarbeit. Neuwied, 2000

Commonwealth

Bezeichnung für eine Staatengemeinschaft des früheren Britischen Weltreiches. Die Commonwealth-Staaten haben ein gemeinsames Staatsoberhaupt – die engl. Königin.

Community

virtuelle Gemeinschaft, die durch eine Website vermittelt wird

Company Rate

Zwischen Hotel und einzelnen Großkunden ausgehandelter Preis.

Compter-Telefon-Integration (CTI)

Das Zusammenwirken von Computer- und Telefontechnologie zur Produktion neuer Dienste. Beispiele hierfür utomatische Anrufverteilung (Automatic Call Distribution – ACD) oder Stimmerkennung (Voice Recognition).

Computer Based Training

Lernen mit Hilfe digitaler Medien. Der Nutzer bearbeitet selbstständig, in Interaktion mit einer Lernsoftware, den Lernstoff. Der Computer übernimmt den Part von Lerndialogen, die Wissensüberprüfung und eventuell die Steuerung der Lernprozesse. Im Unterschied zum Web-Based-Training kann es sich dabei auch um Offline-Lernangebote handeln. Siehe auch CBT

Conjoint Measurement

Erfasst die relative Präferenz eines Produktes als Summe der einzelnen Teilnutzen der Produkteigenschaften.

Conjointanalyse

Gruppe statistischer Verfahren der Datenanalyse, die dazu dienen, aus empirisch erhobenen Präferenzurteilen, Rangreihen etc. den Beitrag einzelner Ausprägungen einer Gruppe von Merkmalen zum Zustandekommen des Gesamturteils (zum Beispiel Kaufpräferenz) zu ermitteln.

Conjunction Ticket

Folgeflugschein, wenn die Menge der abzufliegenden Strecken nicht auf ein einziges Ticket passt.

Consumer Benefit

Consumer Benefit bezeichnet die wichtige Funktion der Werbebotschaft, den Produktnutzen in Form eines Produktversprechens glaubhaft zu kommunizieren. Dabei ist es heute bei vielen Produkten nützlich, den Nutzen mit einem emotionalen Erlebniswert zu verbinden.

Content

Inhalt einer Website, die aus Texten, Bildern, Musik, aktuellen Informationen usw. bestehen kann.

Content Management (CM)

Eine Reihe von Prozessen und Technologien, mit denen die Erstellung und Verpackung von Inhalten als Teil einer dynamischen, integrierten und auf das Internet ausgerichteten Umgebung möglich ist. Quelle: Schramm, WiSt 11/2001. Auch CMS=CM-System oder Enterprise Content Management (ECM) genannt. Zu erwarten ist ein Zusammenwirken des Dokumentenmanagements mit Web-Content-Management-Systemen.

Continental Breakfast

Minimal-Frühstück

Controller

Bezeichnung für einen Aufgabenträger des Controlling

Controlling

Von der Unternehmensführung ausgeübte Steuerungsfunktion

Convenience Good

Gut, das häufig gekauft wird, bei dem die Nachfrager eine hinreichend gute Markttransparenz besitzen und nur geringe Beschaffungsanstrengungen auf sich nehmen.

Cookies

Kleine Informationsdateien einer Internetseite, die an den Web-Browser des Benutzers gesendet und dort auf der Festplatte gespeichert werden. Sie dienen bei erneutem Aufruf der Seite zur Identifizierung und gesichertem Datenverkehr.

Coping

Individuelle psychologische Verarbeitungsmechanismen bei der Bewältigung von Stress-Situationen.

Copy-Strategie

In ihr wird als mittel- bis langfristig definierter Rahmen für den Werbeauftritt eines Produktes die inhaltliche Grundkonzeption der Werbekampagne festgelegt. Sie wird als Kreatives Briefing innerhalb der Agentur den Kreativen vorgegeben.

Corporate Behavior

Unternehmensverhalten, das durch das Verhalten aller Mitarbeiter entsteht.

Corporate Communication

Unternehmens-Kommunikation: hat eine einheitliche Sprachregelung im Unternehmen zum Ziel. Betrifft sowohl die interne als auch die externe Kommunikation.

Corporate Design (CD)

Erscheinungsbild des Unternehmens: CD stellt die optische Umsetzung des CI dar. Es beinhaltet ästhetische und symbolische Identitätsvermittlung im Wege eines systematisch aufeinander abgestimmten Einsatzes der visuellen Elemente der Unternehmenserscheinung. Wichtige visuelle Gestaltungselemente sind Farbe, Schrift, Typo, Logo, Raster, usw.

Corporate Identity

Die Gesamtheit aller Merkmale, die ein Unternehmen bestimmen (Unternehmensbild), also Selbstdarstellung und Verhaltensweisen nach innen und außen. Die Komponenten der CI sind Unternehmensphilosophie und -Ziele, die Unternehmenskultur, das Unternehmensleitbild sowie die Unternehmenserscheinung beziehungsweise der optische Ausdruck für C.I. (Corporate Design).

Corporate Image

Bild, das sich Kunden von einem Unternehmen machen.

Corporate Rate

Sonderkonditionen für Firmen und Organisationen mit einer bestimmten Mindestabnahme von Übernachtungen.

Cost Center

Organisatorische Einheit, deren Leitung für die von ihr verursachten Kosten verantwortlich gemacht wird (in der Regel identisch mit Kostenstellen in der Betriebsbuchhaltung).

CP

Continental Plan = Übernachtung mit Frühstück.

Crawler

Spezielle Suchmaschinen, die das Internet selbstständig auf neue Informationsangebote durchforsten. Dabei kommen meist sogenannte Agenten zum Einsatz, die – mit bestimmten Suchbegriffen gefüttert – auf ihre Reise durch das Web alle Seiten registrieren, in denen die gewünschten Begriffe enthalten sind.

Cross Media

Medienübergreifende Marketingkampagne, bei der Werbung in den klassischen Medien und den neuen Medien vernetzt eingesetzt wird.

Cross-Marketing

Bestehende Kundenbeziehungen für ein Produkt sollen für die Vermarktung anderer Produkte (des eigenen Unternehmens oder von Partnerunternehmen) genutzt werden.

Cross-Selling

Cross Selling (Überkreuz-Verkauf) bedeutet, einem bereits bestehenden Kunden zusätzliche firmeneigene Produkte oder Dienstleistungen zum Kauf anzubieten

culpa in contrahendo (c.i.c.)

Verschulden bei Vertragsanbahnung. Im Vorfeld eines Vertragsschlusses bestehen zwischen den Parteien Pflichten, deren schuldhafte Verletzung zu Schadensersatz führen kann. Die c.i.c. leitet sich aus dem Rechtsgedanken der Vertrauenshaftung her. Erstmalige gesetzliche Regelung ab 01.01.2002 durch § 311 BGB mit der Anspruchsgrundlage § 280 I BGB.

culpa in eligendo

Auswahlverschulden, wenn ein Verrichtungsgehilfe bestellt wurde und dieser einen Schaden anrichtet, ist der Schaden zu ersetzen, wenn nicht ein Exkulpationsbeweis gelingt (§ 831, BGB).

Cultural Awareness

Kulturelle Kompetenz

Culture Assimilator

Ein Lernprogramm von Hofstede zur Selbstschulung interkultureller Kommunikationsfertigkeiten.

Customer Interaction Center (CIC)

Weiterentwicklungsstufe des Call und Service Centers. CIC integrieren Kundenservice, Support, Beschwerdemanagement, Outbound-Sales, Marketingaktivitäten und Vertriebssteuerung. Die Ausstattung des CIC ist abhängig von der Entwicklung der Computer-Telefon-Integration (CTI).

Customer Relations

Beziehungen zu Kunden

Customer Satisfaction

Kundenzufriedenheit

Customizing

Die maßgeschneiderte Anpassung der Produkte und Leistungen an die Kundenerwartungen mit dem Ziel, durch eine personalisierte Bereitstellung die Beziehung auszubauen.

Dachmarken

Handelsmarken, unter deren Dächern weitere Einzelmarken anzutreffen sind. Beispiel dafür ist die Dachmarke LTU. Hierunter sind zusammengefasst die Marken LTT (Reiseveranstalter im LTU Konzern), LTI (Hotelgesellschaft), LTS (Schiffe), LTC (Catering) etc. Die einzelnen Untermarken beinhalten dabei z. T. weitere Marken. LTT umfasst zum Beispiel die Einzelveranstaltermarken Tjaereborg, Jahn, Smile & Fly, Meier’s Weltreisen und THR Tours.

Dachmarkenstrategie

Marketingstrategie, bei der Produkte eines Herstellers unter einem Markennamen in verschiedenen Produktgattungen angeboten werden.

Damnum

Abzug vom Nennwert eines Darlehens als Vergütung für die Darlehensgewährung.

Darlehen

Langfristige Fremdfinanzierungsart, meistens durch Banken und Versicherungen, in der Form eines Buchkredits mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren und einer Raten- oder Annuitätentilgung.

Datenbank

Eine auf Dauer für den sicheren und jederzeitigen Gebrauch (Zugriff) angelegte Datenorganisation, die einen Datenbestand (Basis) und eine Datenverwaltung umfasst.

Datenbank

Verknüpfung mehrerer Dateien, auf die bei Bedarf zugegriffen werden kann.

Datenerfassung, dezentral

Beschreibt eine Datenerfassungsform, bei der die Daten an verschiedenen Orten gewonnen und anschließend zusammengebracht werden.

Datenfernleitung

Siehe Rechnernetz

Dax

Aktienindex, der die Wertentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien abbildet.

Deckungsbeitrag

Ergebnis der Subtraktion Ertrag oder Preis minus variable Kosten. Hierbei zeigt sich, in welchem Maße die Produkt-/Diestleistungserträge zur Deckung der fixen Kosten beitragen.

Deckungsbeitragsrechnung

System der Teilkostenrechnung (direct costing). Den Erlösen der Kostenträger werden ausschließlich Teile der gesamten Kosten, nämlich die variablen Kosten, zugerechnet. Berechnung: Erlöse – variable Kosten = Deckungsbeitrag – fixe Kosten = Erfolg.

DECT

Digitale Funk-Übertragungstechnik, wobei von einer Basisstation aus Schnurlos-Telefone bedient werden.

deduktiv

Abgeleitet, speziell: Das Besondere wird aus dem Allgemeinen hergeleitet.

Deferred Compensation Modell

Deferred Compensation bedeutet, dass ein Teil der Vergütung im Rahmen der bestehenden Gesamtvergütungshöhe nicht sofort ausgezahlt, sondern für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt wird. Der Betrag wird erst dann steuerlich relevant, wenn er ausgezahlt wird. Der Mitarbeiter kann dadurch u. U. Vorteile der Progressionsmilderung in Anspruch nehmen. Deferred Compensation findet im Zusammenhang mit betrieblichen Ruhestandsregelungen Anwendung oder wird für eine bestimmte Arbeitszeitflexibilisierung genutzt.

Defining the Business

Definition des Geschäftsfelds, nach Abell anhand dreier Dimensionen

Definition

Begriffserklärung (definieren)

DEHOGA

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband

Dekomposition

Zerlegung von sprachlichen Einheiten in ihre Bestandteile.

Dekubitus

Wundliegen, Druckgeschwüre; Dekubitusprävention: Vorbeugen und frühzeitiges Erkennen von Wundliege

Dekulturation

Zerstörung kultureller Identität durch fremde Einflüsse.

Delegation (delegieren)

Aufgabenzuweisung mit Kompetenzübertragung (und daraus resultierender Verantwortung)

Delikt

Vergehen, strafbare Handlung

Demografie

Wissenschaft von der Bevölkerungsentwicklung

Denic

Registrierungsstelle für de-Domainnamen. Die zentrale Vergabestelle für Namen, unter denen der Internetauftritt erfolgt. Reihenfolge der Anmeldung entscheidet über Vergabe.

Dependenzanalyse

Analyseverfahren zur Untersuchung der Abhängigkeit von Variablen untereinander

Depot

Sammelstelle für Wertpapier, auch für Investmentanteile.
Beispiele sind ein:
a)    Wertpapierdepot bei einem Kreditinstitut oder ein
b)    Depot in Form eines Investmentkontos bei einer Investmentgesellschaft.

Design

Entwurfzeichnung, Muster (von formgerechten Industrie- und Gebrauchsgegenständen)

Design and Development

Entwicklung

Desinvestition

Kapital wird über die Umsatzerlöse und durch die Veräußerung des Restwertes eine Investitionsobjektes wieder freigesetzt.

Destination

Englischer Begriff, der im Deutschen für einen touristischen Zielort bzw. ein touristisches Zielgebiet verwendet wird. Eine Destination ist ein Raum (Ort, Region, großes Hotel), den der Gast (oder ein Gästesegment) als Reiseziel wählt. Sie enthält sämtliche für einen Aufenthalt notwendigen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung, Unterhaltung/Beschäftigung. Sie ist damit das eigentliche Produkt und die Wettbewerbseinheit. Sie muss als solche strategisch geführt werden.

determinieren

bestimmen, festlegen

Devisen

Hier geht es um Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen. Ausländische Banknoten werden Sorten genannt.

Devisenbilanz

Erfasst die Veränderungen der Devisenbestände der Notenbank, die sich durch unausgeglichene Transaktionen im Leistungs- und Kapitalverkehr ergeben.

Dezentralisierter Entlastungsbeweis

Grundsätzlich gilt, dass jeder Vorgesetzte im Rahmen seiner Führungsaufgaben für Auswahl, Information und Kontrolle verantwortlich ist, wobei auch Auswahl als “tägliche”, also permanente Führungsaufgabe zu betrachten ist. Dezentralisierter Entlastungsbeweis: Bei mehrstufiger Hierarchie müssen diese Aufgaben einem höheren Angestellten übertragen werden. Für die Entlastung ist der Beweis erforderlich, dass der höhere Angestellte sorgfältig ausgewählt, informiert beziehungsweise angeleitet und überwacht ist und dass er seinerseits den schädigenden Angestellten sorgfältig ausgewählt, informiert beziehungsweise angeleitet und überwacht hat (BGH, DB 73, 1645).

DHTML

Dynamic Hypertext Markup Language, ermöglicht bewegte Banner.

Diagramm

Grafische Darstellung von Größenverhältnissen bzw. Zahlenwerten

Dienstleistung

Wirtschaftliche Leistungen, die nicht Teil der Warenproduktion sind, wie zum Beispiel Finanzdienstleistungen, Reise und Verkehr, Rechtsberatung oder Dienstleistungen im Gesundheitsbereich. Entscheidend ist, dass es sich bei Dienstleistungen um immaterielle Güter handelt.

Dienstleistungsbilanz

Teilbilanz der Zahlungsbilanz. In ihr werden alle Dienst- und Faktorleistungen (zum Beispiel Reiseverkehr, Transportleistungen, Versicherungen, Provisionen, Patente, Kapitalerträge) festgehalten.

Dienstleistungsmarketing

Marketing für Dienstleistungen.

Digital

Allgemein Darstellung durch Ziffern. In der EDV wird das binäre System verwendet, das nur zwei Zustände kennt (0 oder 1, oder Strom fließt – Strom fließt nicht). Erst durch digitale Zerlegung in Bits war hohe Speicherfähigkeit, Arbeitsgeschwindigkeit, Mehrfachausnutzung und Genauigkeit auf den Übertragungswegen möglich. Gegenteil: analog.

DIHT

Deutscher Industrie- und Handelstag

DIN

Deutsches Institut für Normung

Direct Costing

System der Teilkostenrechnung, für das eine Trennung zwischen variablen und fixen Kosten charakteristisch ist (Deckungsbeitragsrechnung).

Direkte Beteiligung

Arbeitnehmer werden direkt, also ohne Zwischenschaltung einer dritten Institution, an ihrem Unternehmen in der Höhe ihres jeweiligen Beteiligungsanteiles beteiligt.

Direktinvestitionen

Kapitalanlagen von Inländern (Ausländern) im Ausland (Inland) zur Gewinnung oder Stärkung der Einflussnahme auf die Geschäftstätigkeit des kapitalempfangenden Unternehmens. Direktinvestitionen sind ein Gradmesser für die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Direktmarketing

Das Direktmarketing umfasst sämtliche Möglichkeiten, um einer Zielgruppe Waren oder Dienstleistungen individuell anzubieten und Reaktionen der Zielgruppe zu erfahren. Diese Informationen ermöglichen es, die Zielgruppe detaillierter anzusprechen. Das Ziel ist dabei nicht unbedingt der sofortige Verkauf einer Dienstleistung oder Ware, sondern einen mehrstufigen Dialog mit dem Verbraucher zu führen, so genannte Kontaktketten zur Kundenbindung aufzubauen.

Direkt-Verbindung

Flug mit Zwischenlandung.

Direktversicherung

Lebensversicherung, bei der der Arbeitnehmer nur Begünstigter und der Arbeitgeber Versicherungsnehmer ist, also die Beiträge zahlt.

Diskontierung

Abzug von Zinsen (Diskont) bis zum Fälligkeitstag beim Ankauf von noch nicht fälligen Wechseln und (seltener) Schecks. Der anzurechnende Zinssatz (Diskontsatz) richtet sich nach dem Notenbankdiskontsatz.

Diskontsatz

Gibt den Zins an, zu dem sich die Banken durch den Weiterverkauf von Wechseln an die Bundesbank refinanzieren können. In der EU ist an die Stelle des Diskontsatzes die Einlagefazilität getreten.

Disparitäten

relative Konzentration

Dissonanz, dissonant

Missklang, Unstimmigkeit

Disstress

lat. dis = schlecht, gesundheitsschädigender Stress.

Distribution (akquisitorisch)

Gestaltung der rechtlichen und ökonomischen Beziehungen innerhalb der Güterübertragungssysteme mit dem Ziel der Schaffung bzw. Ausweitung von Absatzmöglichkeiten.

Distribution (physisch)

Die körperliche Bewegung der Produkte vom Hersteller zum Endverbraucher mittels logistischer Transporteinrichtungen.

Distributionsdichte

Das Verhältnis der Zahl der Verkaufsstellen, die ein Produkt anbieten, und der Gesamtbevölkerung oder der Gesamtfläche eines geografischen abgegrenzten Gebiets bestimmt die Distributionsdichte. Dadurch wird die Präsenz eines Produktes am Markt gekennzeichnet. Die Distributionsdichte ist eine Kennziffer in der Vertriebspolitik

Distributionsgrad

Maß der Nutzung des Vertriebspotenzials im Handel. Numerische Distribution setzt die Zahl der tatsächlichen zu den möglichen Händlern in Beziehung, die gewichtete Distribution deren Umsätze.

Distributionsmanagement

Planung, Realisierung, Koordination und Kontrolle der Distributionspolitik eines Unternehmens. Es ist Teilbereich des Marketingmanagements.

Distributionsorgan

Im Distributionsweg eingesetzte interne oder externe Aufgabenträger, die an der Ausübung und Gestaltung der Warenverteilung beteiligt sind.

Distributionspolitik

Teil des Marketing-Mix. Im Rahmen dieser Politik werden alle Aktivitäten eines Unternehmens festgelegt, die darauf zielen, die produzierten Güter oder Dienstleistungen vom Ort ihrer Produktion an den Ort der Konsumtion zu bringen.

Disziplinarvorgesetzter

Vorgesetzter, der die Befugnis besitzt, die Befolgung gegebener Anordnungen mittels Disziplinarmaßnahmen (Verwarnung, Verweis, Abmahnung, Buße, Minderung von Gehalt, Entzug von Sondervergütung) zu erzwingen sowie die Nichtbefolgung gegebener Anordnungen durch Disziplinarmaßnahmen zu ahnden. Die Einführung von Disziplinarmaßnahmen gehört zum obligatorischen Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates. Soweit kein Betriebsrat besteht, muss eine entsprechende Vereinbarung im Arbeitsvertrag getroffen werden.

Diversifikation

Unternehmerische Betätigung mit neuen Produkten auf neuen Märkten

Diversifikation, horizontale

Die Ausweitung des Produktionsprogramms durch Produkte, die mit dem bisherigen Programm in einem sachlichen Zusammenhang stehen (siehe auch Produktionsverwandtschaft, Absatzverwandtschaft).

Diversifikation, laterale

Die Ausweitung des Produktionsprogramms durch Produkte, die in keinem sachlichen Zusammenhang zu den bisherigen Erzeugnissen stehen.

Diversifikation, vertikale

Die Ausweitung des Produktionsprogramms um Erzeugnisse, die den bisherigen Produkten vor- oder nachgelagert sind (backward bzw. forward integration), d. h. eine Veränderung der Produktionstiefe darstellen.

Dividende

Jeder Aktionär hat Anspruch auf einen der Höhe seines Aktienbesitzes entsprechenden Tel des ausgeschütteten Jahresgewinns seiner Gesellschaft. Dieser Teil des Gewinns heißt Dividende (lateinisch: dividers = aufteilen, verteilen).

Divisionskalkulation

Vollkostenorientiertes Kalkulationsverfahren, bei dem sämtliche in einer Periode in einer Unternehmung anfallenden Kosten durch die gesamte Ausbringungsmenge der Periode dividiert werden.

DMS

Dokumentenmanagementsystem. Wird künftig Bestandteil der allgemeinen IT-Infrastruktur.

DNS

Domainname Server übersetzt kryptische IP-Adressen in lesbare.

Domain Name Server

Verzeichnis der Standorte von Internetadressen

Domaingrabscher

Person, die Internetadressen hamstert, um damit Geschäfte zu machen Quelle: sittenwidrige Behinderung der Kennzeichenrechte, OLG Frankfurt, 10.05.2001.

Domestic flight

Flug innerhalb desselben Staates.

Doppeldeutige Botschaften

Aussagen oder auch verbale Botschaften einer Person stehen im Widerspruch zu ihrer Körpersprache (zum Beispiel: “Du bekommst alle Freiheiten, aber mach’ keinen Fehler”).

Doppelwährungsanleihen

Anleihen, bei denen in der Regel Ausgabe- und Zinszahlungswährung einerseits, Tilgungswährung andererseits verschieden sind.

Double

Doppelzimmer.

Dow Jones Index

Er ist der bekannteste Index der New Yorker Börse (New York Stock Exchange) und spiegelt – analog zum Dax-Index – die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider.

Down-up

Auffassung, wonach Unternehmen nicht Top-down oder Bottom-up gemanagt werden sollen, sondern im Gegenstromverfahren.

dpi

Dots per inch, Anzahl der Bildpunkte, die ein Drucker ausdruckt (Farbdrucker) oder ein Scanner einliest.

DPT

Deutscher Eisenbahn Personen-, Gepäck- und Expressguttarif.

Drehscheibe

Zentraler Flughafen einer Fluggesellschaft, auf dem sich der Verkehr konzentriert. Zur Drehscheibe hin gibt es viele Zubringerflüge für Verbindungen in die ganze Welt.

Drei Rs (3 Rs)

Abkürzung für die Strategien neue Kunden gewinnen (Recruitment), vorhandene Kunden an sich binden (Retention) oder unzufriedene Kunden halten bzw. zurückgewinnen (Recovery).

Dreihundertsechzig (360o)-Feedback

Für die erbrachte Arbeitsleistung werden Bewertungen von Vorgesetzten und Mitarbeitern, Gleichgestellten und Kunden erhoben, um eine umfangreiche Informationsquelle zu erhalten.

DRG

Diagnosis Related Groups; deutsch: Diagnosen bezogene Fallpauschalen

Dritte Welt

(Entwicklungsländer). Bezeichnung für Länder, die ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen, eine unzureichende medizinische Versorgung, eine hohe Analphabetenquote, eine geringe Arbeitsproduktivität, vorwiegend Landwirtschaft und/oder eine einseitige gewerbliche Ausrichtung sowie meist hohes Bevölkerungswachstum haben.

Druckkündigung

Eine Kündigung, die der Arbeitgeber unter Einfluss eines Dritten (zum Beispiel Belegschaft, Betriebsrat) ausspricht.

DRV

Deutscher Reisebüro Verband e.V., größter Verband für Reisebüros und Reiseveranstalter

DSL

Digital subscriber line, Breitband-Daten-Übertragung, digitalisiert über Kupferleitungen. Übertragungsgeschwindigkeit 1,5 bis 2 MB (siehe ISDN).

DTD

Document Type Definition; Datei, die den Aufbau eines Dokuments erklärt, unabhängig von dessen Inhalt

Du Pont-System

Kennzahlensystem, das von der zentralen Rentabilitätskennzahl des ROI ausgeht und diese im Wege einer Mittel/Zweck – Beziehung schrittweise in Unterkennzahlen auflöst.

Du-Botschaften

Botschaften, die das Pronomen Du enthalten und Aussagen darüber treffen, wie der Gesprächspartner erlebt wird.

Dumping

Liegt vor, wenn Waren eines Landes unter ihrem normalen Wert auf den Markt eines anderen Landes gebracht werden.

Dumpingpreise

Verkauf von Ware oder Leistung unter den Herstellungskosten bzw. den eigenen Kosten

Duopol

Eine Marktform, bei der eine Vielzahl an Nachfragern nur zwei Anbieter gegenüberstehen. Das Duopol ist also ein Spezialfall des Oligopols.

Durchdringungsgrad

Breite der Umsetzung von Maßnahmen in einem Unternehmen

DV-Controlling

Entwicklung und Bereitstellung von Instrumenten und Techniken zur strategischen und operativen Sicherung und Optimierung des DV-Einsatzes durch Kontrolle und Steuerung von Kosten, Tätigkeiten und Projekten.

Ecklohn

Basislohn für die Lohnfestsetzung in tarifvertraglichen Verhandlungen.

Economies of Scale

Sind Kostenersparnisse, die aufgrund von Größenvorteilen entstehen. Durch eine hohe Produktions- und Verkaufsmenge können ein hoher Marktanteil und die Kostenführerschaft erreicht werden. Für Konkurrenten wird es dadurch schwierig, überhaupt in den Markt einzusteigen. Die Kostenersparnisse durch Massenproduktion stehen in der Regel denjenigen durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen bei verschiedenen Produkten entgegen (Unternehmerinfo Lexikon).

EDI

Electronic Data Interchange, standardisierte Übertragung von Geschäftsdokumenten

Editor

Dialogprogramm, das dem Benutzer erlaubt, eine bestimmte Datei ganz oder teilweise einzusehen, Ausschnitte zu verändern, zu ergänzen oder zu kopieren.

Effektiver Jahreszinssatz

Er wird in einem Kreditvertrag angegeben und bezeichnet die tatsächliche Verzinsung im Gegensatz zum Nominalzinssatz. Dabei werden alle zusätzlichen Kosten dazugerechnet.

Effektivität

Wirksamkeit, Grad der Zielerreichung (die richtigen Dinge tun). In dieser Bedeutung wichtiger als Effizienz (= Wirtschaftlichkeit). Denn die falschen Dinge effizient tun ist Geldverschwendung. Beispiel: Das Ziel ist, Spenden einzuwerben. Wenn ein höherer Betrag als der Sollbetrag realisiert wird, dann war die Akquisition effektiv. Ob sie effizient (Effizienz) war, kann erst nach einer Gegenüberstellung von Kosten und Spendenaufkommen gesagt werden.

Efficient Consumer

Bündel von Maßnahmen, mit deren Hilfe eine effizientere Belieferung und zuverlässigere Verfügbarkeit von Waren im Handel erreicht werden soll.

Effizienz

Wirtschaftlichkeit (die Dinge richtig tun). Leistung im Verhältnis zu den Kosten oder anderen Nachteilen, also eine relative Betrachtung des Output (Seminare mit vielen Teilnehmern steigern die Effizienz – geringere Kosten je Stunde –, aber nicht die Effektivität, d. h. die Erreichung der Bildungsziele.

EFQM-Modell

Modell für ein europäisches Qualitätsmanagement zur ganzheitlichen Unternehmensentwicklung

Eigenfinanzierung

Siehe Beteiligungsfinanzierung.

Eigenkapital

Kapital, das dem Unternehmen von seinen Eigentümern zugeführt wird oder aus den erzielten Gewinnen im Unternehmen einbehalten wird.

Eigenkapitalbeteiligung

Bei dieser Form der betrieblichen Kapitalbeteiligung partizipieren die Mitarbeiter am Eigenkapital ihres Unternehmens und werden gleichsam zu Mit-Gesellschaftern (Begründung einer gesellschaftsrechtlichen Vertragsbeziehung).

Eigenkapitalquote

Eingesetztes Eigenkapital im Unternehmen

Eigenkapitalrendite

Gewinn x 100 / Eigenkapital

Eigenschaften

Relativ breite und zeitlich stabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen, die konsistent in verschiedenen Situationen auftreten (angeboren beziehungsweise frühsozialisiert).

Eigentum

Umfassendes Recht zur rechtlichen und tatsächlichen Nutzung einer Sache.

Eigentumsvorbehalt

Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer, wonach der Erwerber zunächst nur Besitzer werden soll (Übergabe), während der Veräußerer bis zur Bezahlung des Kaufpreises Eigentümer bleibt.

Eignungsdiagnose

Systematische Untersuchung der Erfolgswahrscheinlichkeit, zum Beispiel für einen Beruf, durch Vergleich der Anforderungen mit individuellen Merkmalsausprägungen.

Eignungsprofil

Stellt die Eignung eines Bewerbers dar und wird dem Anforderungsprofil gegenübergestellt.

Einfaches Schätzverfahren

Ein Verfahren, bei dem Vorgesetzte den Personalbedarf einschätzen.

Einlage

Eigenkapitalerhöhende Zuführung von Vermögen durch die Unternehmenseigner.

Einlagepflichten

Durch die Übernahme eines Geschäftsanteils verpflichtet sich der Gesellschafter, dem Unternehmen Vermögenswerte zuzuführen.

Einnahme

Effektive Vermehrung des Geldvermögens der Unternehmung (analog: -> Ausgabe).

Einsatzbedarf

Der Personalbedarf, der für die Leistungserbringung unbedingt notwendig ist.

Einstweilige Verfügung

Gerichtliche Entscheidung im Eilverfahren, mit der vorläufiger Rechtsschutz gewährt wird. Sie kann vom Gericht ohne mündliche Verhandlung erlassen werden; der Verfügungsgegner kann hiergegen Widerspruch einlegen. Sie ist geeignet zur Durchsetzung eines Unterlassungsanspruchs und wird im Wettbewerbsrecht häufig angewandt, weil bei Wettbewerbsverstößen regelmäßig die Eilbedürftigkeit vermutet wird. Wegen des Kostenrisikos besser erst zu beantragen, wenn eine vorherige Abmahnung (s. dort) ohne Erfolg blieb.

Einzahlung

Effektive Vermehrung des Zahlungsmittelbestandes (Kasse, Bankguthaben) einer Unternehmung (analog: -> Auszahlung).

Einzelhandel

Selbstständiges Distributionsorgan, das Güter vorwiegend an Endverbraucher verkauft.

Einzelkosten

Kosten, die dem einzelnen Produkt direkt zurechenbar sind.

Eiserner Bestand

Ist der Mindestbestand, der stets vorrätig sein muss, um auch bei unvorhergesehenen Störungen einen reibungslosen Betriebsablauf zu ermöglichen.

E-Learning

E-Learning kann begriffen werden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Wichtig ist, dass diese Technologien mit dem Lernprozess selbst unmittelbar verbunden sind und nicht nur rudimentäre Hilfsmittel darstellen. So ist das Lernen eines linearen Textes, der auf ein E-Book geladen wurde, kein E-Learning. Oberbegriff für jegliche Formen elektronisch gestützten Lernens. Zu ihm gehören Methoden des CBT (Computer Based Training), des CAL (Computer Assisted Learning) sowie die auf Intra- und Internettechnologie basierenden Lernformen des WBT (Web Based Training).

Emergenz

Phänomen, dass aus Entwicklungsprozessen Ergebnisse entstehen, die aus den Ausgangsbedingungen nicht ersichtlich waren. Emergente Prozesse erweisen sich somit als überraschende und spontane Ordnungs- und Musterbildungen.

Emission

Ausgabe von Wertpapieren auf dem Kapitalmarkt durch öffentlichen Verkauf. Meist durch Vermittlung einer Bank (Emissionsbank) oder eines Zusammenschlusses von Banken (Konsulting).

Emittent

Gibt ein Wertpapier heraus am Markt zum Verkauf. Bei Aktienhandel sind es Unternehmen (juristische Personen des Privatrechts - meist AG), bei Anleihen können es Unternehmen, öffentliche Körperschaften, der Staat und andere Institutionen sein. Er ist besonders wichtig bei Neuemissionen von Aktien bzw. Optionsscheinen, da er hier über Preis entscheidet (zu dem die Aktie zugeteilt wird).

Emotion

Psychische Erregung, die ein Individuum als positiv oder negativ empfindet, wie zum Beispiel Freude, Angst, Sympathie oder Ekel.

Emotionale Intelligenz

Die Fähigkeit einer Person, für die Gefühle anderer Menschen sensibel zu sein.

emotionale Werbung

Gleichen sich Produkte in ihrer Entwicklung an, prägen gezwungenermaßen statt technischer Veränderungen Emotionen die Werbung. Dann wird Kaffee, Schokolade, oder der Neuwagen einer Eigenschaft zugeordnet: Glück, Jugend, Sportlichkeit, Männlichkeit, Weiblichkeit etc. Emotionale Werbung muss mit der Unternehmensphilosophie einhergehen, und sie sollte in ihren Ansätzen mit der Unternehmenshaltung übereinstimmen.

Empathie

Empathie oder Einfühlendes Verstehen meint den Versuch, persönlich-emotionales Erleben des Gesprächspartners nachzuvollziehen mit dem Ziel, die andere Person zu verstehen.

Empowerment

Einbeziehung eines Mitarbeiters in den Dienstleistungsprozess durch Übertragung von Kompetenzen und Verantwortung.

EMS

Übertragung von Grafiken und Tonfolgen von Handys auf andere Handys oder Computer. SMS, Short Message System lässt die Übertragung von Texten von Handy zu Handy oder zu Computer zu. MMS ermöglicht die Übertragung von Bildern, Videos und Musikfolgen auf spezielle Handys (meist mit Fotoausstattung).

Entgelt

Das Entgelt ist der zusammenfassende Begriff für Lohn, Gehalt und Vergütung. In der Tarifpolitik wird der Begriff Entgelt zunehmend für die Synthese von Lohn und Gehalt verwendet. Lohn und Gehalt werden normalerweise in Geld geschuldet.

Entlohnung

Gezahltes Entgelt für menschliche Arbeit sowie Nebenleistungen und geldwerte Vergünstigungen: Zeitlöhne, Leistungslöhne, Lohnzulagen, Gehälter, Prämien, Honorare, Provisionen, Gratifikationen, Tantiemen und Deputate.

Entscheidungsmodell

Modell zur Systematisierung von Hinweisen darüber, wie sich Wirtschaftssubjekte in bestimmten Entscheidungssituationen im Hinblick auf jeweils vorgegebene Ziele konkret verhalten sollen.

Entwicklungsbezogene Ziele

Ziele, die sich auf die Weiterentwicklung der Tätigkeiten und der beruflichen Perspektiven einer Person beziehen.

EP

Europeanplan = nur Übernachtung.

Epidemiologie

Wissenschaft zur quantitativen Erforschung der Risikofaktoren und Verteilung von Krankheiten. Dient deren Kontrolle in der Bevölkerung.

Epilepsie

Krankheit, die sich in plötzlich einsetzenden starken Krämpfen und kurzer Bewusstlosigkeit äußert.

Erfahrungseffekt

Kostensenkungspotenzial, das durch wachsende Produktionserfahrung eines Unternehmens entsteht

Erfahrungskurve

Empirisch gestützte Hypothese, die besagt, dass sich mit der Verdopplung der kumulierten Produktionsmenge die Produkt-Stückkosten (ohne Materialkosten) um 20-30 % verringern. Das ist der ständige, im Einzelnen gar nicht so recht wahrnehmbare, aber sich stets apierende Fortschritt (Kaizen).

Erfolgsbeteiligung

Im Gegensatz zur Kapitalbeteiligung werden die berechtigten Arbeitnehmer hier (in variabler Höhe) erfolgsabhängig zusatzvergütet, d. h., sie partizipieren an der Entwicklung des Unternehmenserfolges bzw. an der Entwicklung wichtiger Erfolgsschlüsselgrößen (Produktivität, Kostenersparnis etc.).

Erfolgscontrolling

Bereitstellung von Instrumenten, Kosten- und Erlösinformationen bzw. Gewinngrößen zur laufenden Steuerung der Produktion und des Absatzes.

Erfolgspotenziale

Sämtliche geschäftsspezifischen Voraussetzungen, die für die Realisierung eines späteren Erfolges notwendig sind; zukünftige Gewinne.

Erfüllungsgehilfe

Wer mit Wissen und Wollen des Schuldners zur Erfüllung einer diesen obliegenden Verbindlichkeiten als dessen Hilfsperson tätig wird ohne weisungsgebunden zu sein (§ 278 BGB).

Erlernte Hilflosigkeit

Mangel an Glaube an die Fähigkeit, eine Situation beherrschen zu können. Er entsteht durch die wiederholte Erfahrung von Misserfolg.

Erreichungsgrad

Güte der Umsetzung von Maßnahmen

Ersatzbedarf

Der Personalbedarf, der durch Ausscheiden von Mitarbeitern ersetzt werden muss.

Ersatzinvestition

Eine alte Anlage wird durch eine neue Anlage ersetzt, ohne dass Änderungen hinsichtlich der Qualität oder Quantität eintreten.

Ertrag

Der in Geld ausgedrückte Wertzugang innerhalb eines Zeitraums, der das Eigenkapital eines Unternehmens erhöht.

Ertragskraft

Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftige Erfolge zu erwirtschaften.

Erweiterungsinvestition

Investition, die die Kapazität des Unternehmens erhöht.

Erwerbsfähigkeit

Begriff beim Arbeitslosengeld II: Erwerbsfähig ist, wer mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sein kann.

Erzeugnis

siehe Produkt

essenziell

wesentlich, biologisch = lebensnotwendig (essenzielle Fettsäuren)

EStDV

Einkommensteuer-Durchführungsverordnung

EStG

Einkommensteuergesetz

Etat

Haushaltsplan, Budget

ethnozentrisch

Das Übertragen von Normen, die in der eigenen Gesellschaft/Heimatmarkt gelten, auf Menschen außerhalb dieser Gesellschaft. Länderspezifische Besonderheiten werden kaum beachtet.

Euphorie

Zustand optimistischer Begeisterung

Europa-AG

Gesellschaftsform ab 2004.

Eustress

griech. eu = gut; gesundheitsförderlicher Stress.

Evaluation

Die Auswertung und Interpretation von Informationen über die Wirkung von Handlungen

Event

Englische Übersetzung für Veranstaltung. Wird im Sprachgebrauch oft für Veranstaltungen mit besonderem Ereignischarakter verwendet.

Evolution

Entwicklung der Organismen nach dem Prinzip der natürlichen Auslese (stammesgeschichtliche Entwicklung).

ex nunc

von jetzt an, Zeitpunkt für den Eintritt der Wirkung einer Bestimmung oder Vereinbarung. Gegensatz: ex tunc = mit rückwirkender Kraft

Executive Committee

Interessenvertretung der IATA-Mitglieder. Wird durch vier weitere Ausschüsse unterstützt.

Executive-Floor

Business-Etage.

Exekutive

Ausführende Gewalt, also Verwaltung bzw. Regierung

Exklusivrecht

alleiniges Recht auf Nutzung

Exklusivvertrieb

Handelsorgane haben das Recht, Produkte in einer bestimmten Region exklusiv zu vertreiben.

Exkulpation

Entlastungsbeweis für unerlaubte Handlungen eines Verrichtungsgehilfen, § 831 BGB.

Expansion

Ist das Fachwort für gerichtliche Pfändung. Dabei gibt es verschiedene Varianten. Wenn ein Schuldner seinen Forderungen nicht mehr nachkommen kann, kommt zum Beispiel ein Gerichtsvollzieher, um zu Hause Wertgegenstände zu pfänden. Bei einer Lohnexpansion wird ein bestimmter Teil des Einkommens gepfändet, man bekommt nur noch das Existenzminimum ausbezahlt.

Expatria

Bezeichnung für Fach- und Führungskräfte, die für begrenzte Zeit ihre Heimat verlassen, um im Ausland zu arbeiten.

Expatriates

(Patria: Vaterland) – Mitarbeiter, die von ihrem Unternehmen in eine Auslandsposition entsandt werden.

Expedient

Reisebüromitarbeiter im Kundenverkehr.

Experiment

Spezielle Erhebungstechnik, bei der eine oder mehrere unabhängige Variable variiert werden, um eventuelle Auswirkungen auf eine abhängige Variable festzustellen

Exploration

Forschungsansatz, der der Gewinnung von Hypothesen und Ideen dient

extern

draußen befindlich

Extranet

Bereich des Internetangebotes eines Unternehmens, der nur bestimmten Nutzern zugänglich ist, etwa durch Passwortschutz

extrinsisch

Begriff der Motivationsforschung, der sich auf Anreize bezieht, die schwerpunktmäßig außerhalb der Tätigkeit liegen (Arbeitsumfeld, monetäre Anreize).

Extrinsische Motivation

Beweggründe im Verhalten, die durch Belohnungen von außen getragen werden (zum Beispiel Entlohnung, Karriereentwicklungsmöglichkeiten).

extrovertiert

nach außen gewandt, weltoffen

Fachvorgesetzter

Inhaber einer Linien- oder Stabsstelle mit dem Recht, auf einem bestimmten Gebiet einem anderen Mitarbeiter, der ihm sonst nicht untersteht, Anweisungen zu geben und sie durchzusetzen. Der F. tritt neben dem Hauptvorgesetzten beziehungsweise unmittelbaren Vorgesetzten. Die Pflichten, die sich in führungsmäßiger Hinsicht ergeben, sind die gleichen, wie sie aus jedem Unterstellungsverhältnis zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten erwachsen, nur sind sie auf einen Teilbereich beschränkt. Der Leiter der Arbeitsvorbereitung, der den Meistern, die dem Betriebsleiter unterstehen, auf dem Gebiet der AV Anweisungen gibt und die Befugnis besitzt, sie durchzusetzen, ist ihr Fachvorgesetzter auf dem Teilbereich Arbeitsvorbereitung.

Facility Management

Gebäudeverwaltung und die Bewirtschaftung von Anlagen und Einrichtungen nach der Baufertigstellung.

Factoring

Vertraglich festgelegter laufender Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein spezialisiertes Finanzierungsinstitut mit oder ohne Übernahme des Ausfallrisikos.

Fähigkeit

Anwendung von Wissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen zur Aufgabenerfüllung (ISO 10015).

Fahrlässigkeit

Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt (§ 276 BGB).

Fazilitäten

Die EZB bietet den Geschäftsbanken zwei ständige Fazilitäten an, um den Banken entweder Liquidität zu geben (= Spitzenrefinanzierungsfazilität) oder zu entziehen (= Einlagefazilität).

Feedback

Rückkoppelung, Rückmeldung.

Fehler

Nichterfüllung einer Anforderung, siehe auch Mangel (ISO 9000:2000).

Finanzbedarf

Differenz zwischen dem Kapitalbedarf und den finanziellen Mitteln, die intern bereitgestellt werden können (= der extern zu finanzierende Teil des Kapitalbedarfs).

Finanzielles Gleichgewicht

Prinzip des Betriebes, seinen fälligen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen und zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit notwendige weitere Auszahlungsverpflichtungen einzugehen, ohne die zukünftige Zahlungsfähigkeit zu gefährden.

Finanzierung

Inbegriff aller Maßnahmen, die der Bereitstellung von Geld und Sachmitteln für die betriebliche Leistungserstellung dienen.

Finanzwirtschaft

Zusammenfassender Begriff für die betriebswirtschaftlichen Teilgebiete Finanzierung und Investition.

Firma

Name des Einzelkaufmanns (der Einzelkauffrau) oder der Handelsgesellschaft, unter der sie ihre Geschäfte betreiben oder Unterschriften abgeben (§ 17 HGB).

Forfaitierung

Verkauf einer Forderung, die der Exporteur aus dem Exportgeschäft erhalten hat, i.d.R. an ein Kreditinstitut oder spezialisiertes Finanzinstitut.

Fraktale

Eine besonders zerfranste geometrische Figur, deren Form sich in immer kleinerem Maßstab wiederholt, wenn man höher an sie herangeht, und die man mit Hilfe einer nicht-ganzzahligen (fraktalen) Dimension beschreiben kann. In der Organisation eines Unternehmens können Fraktale (als selbstähnliche Elemente komplexer Systeme) als selbstorganisierende und selbsthandelnde Gruppen aufgefasst werden.

Franchise

Vertriebs- und Lizenzsystem, bei dem der Gründer seinen Partnern eine Lizenz verkauft, die den Lizenznehmer verpflichtet, rechtlich selbstständig fremde Artikel original zu produzieren. Der Lizenzgeber stellt seine Erfahrungen und Kenntnisse zur Verfügung, hilft im Aufbau und unterstützt durch Werbemaßnahmen und hat darüber hinaus das Kontrollrecht über den Franchisenehmer im Hinblick auf eine entsprechende Produktion.

Freemail-Dienste

Kostenlose eMail Dienste für private Nutzer, wie Hotmail.de, GMX.de, Web.de etc.

Fremdfinanzierung

Außenfinanzierung durch Gläubiger.

Fremdkapital

Bezeichnung für das durch Schuldenaufnahme finanzierte Kapital einer Unternehmung.

Front-Office

Unter Front-Office-Anwendungen versteht man Einrichtungen und Applikationen, die im Bereich E-Commerce dem direkten Kundenkontakt dienen. Dazu zählen zum Beispiel ACD-Anlagen im Call Center oder Customer-Relationship-Systeme (CRM).

Führung

Zielorientierte, wechselseitige und soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben in einer strukturierten Arbeitssituation. Sie vollzieht sich zwischen hierarchisch unterschiedlich gestellten Personen. Nach den Systemansatz bedeutet Führung die Schaffung von Rahmenbedingungen, in denen Mitarbeiter eigenverantwortlich und selbstorganisierend agieren können.

Führungskompetenz

Fähigkeiten, die dazu beitragen, Mitarbeiter zu führen (zum Beispiel Kommunikationsgeschick, Integrationsfähigkeit, Entscheidungskraft, usw.).

Führungskultur

Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten aller Führungskräfte in einem Unternehmen prägt.

Führungsverantwortung

Einstehen für die Erfüllung von Führungspflichten gegenüber Mitarbeitern oder Gruppen (klassische Führungsaufgaben: Auswahl und Einsatz, Information, Kontrolle).

Fürsorgepflicht

Verpflichtung des Arbeitgebers, für das Leben und die Gesundheit des Mitarbeiters zu sorgen, sowie die Persönlichkeitsrechte des Mitarbeiters zu wahren.

Fusion

Kapitalmäßige Verschmelzung von Unternehmen, deren rechtliche sowie wirtschaftliche Selbstständigkeit dabei verloren geht.

Fuzzy logic

Bezeichnung für verschiedene logische Systeme, die annehmen, dass es nicht nur die zwei Wahrheitswerte wahr und falsch gibt, sondern dass zwischen diesen beiden auch andere Möglichkeiten existieren (engl. Fuzzy: haarig, unklar).

Ganzheitliches Denken

Die Wirkung auf das Ganze bedenken und Mut zur Komplexität beweisen.

Gefahrübergang bei Versendungskauf

Nach neuem Schuldrecht ab 01.01.2002 geht die Gefahr mit Übergabe der Sache, nicht bereits mit der Versendung auf den Verbraucher über. Die früheren Regelung des Gefahrübergangs findet (ab 01.10.2002) für den Verbrauchsgüterkauf keine Anwendung. Bestellt ein Verbraucher eine Sache im Versandhandel, so reist die Sache auf Gefahr des Unternehmers, d.h. der Besteller muss im Fall des Verlusts der Sache den Kaufpreis nicht mehr zahlen.

Gegenfragen

Eine Frage wird mit einer Frage beantwortet.

Geldmarkt

Markt für kurzfristiges Geldkapital (insbesondere Schatzwechsel und Schatzanweisungen des Bundes und der Länder). Die Geldmarkgeschäfte werden hauptsächlich zwischen Kreditinstituten beziehungsweise zwischen Bundesbank und Kreditinstituten getätigt. Wichtige Orientierungspunkte für die Zinssätze am Geldmarkt sind der Diskontsatz und der Lombardsatz.

Gemeinkosten

Kosten, die einem Bezugsobjekt (zum Beispiel Kostenträger) nicht direkt zugeordnet, sondern nur über Schlüssel zugerechnet werden können.

Genderkompetenz

Neben den bisher verlangten fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen bei der Führung und Entwicklung einer Organisation wird zunehmend auch eine neue Kompetenz, die Genderkompetenz, erwartet. Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind - anders als das biologische Geschlecht - erlernt und damit auch veränderbar. Die Gleichstellung der Geschlechter wurde inzwischen von der EU und der deutschen Bundesregierung zu einem Leitprinzip erklärt und wird mittels Gender Mainstreaming gefördert. Das bedeutet, dass vor jeder Maßnahme in Unternehmen oder in Verwaltungs- und Gesetzgebungsverfahren hinterfragt werden muss, welche Auswirkungen diese Vorhaben speziell auf die Belange von Frauen und Männern haben werden.

Gesamtkapitalrendite

(Gewinn + Fremdkapitalzinsen) x 100 : Eigenkapital + Fremdkapital

Geschäftsführung

Die G liegt bei Personengesellschaften üblicherweise in Händen der Gesellschafter; das Recht zur G kann aber auch übertragen werden, was typisch für Kapitalgesellschaften ist (AG-Vorstand, GmbH-Geschäftsführer).

Geschäftsprozess

Gruppe von logisch zusammenhängenden Entscheidungen und Aktivitäten, die zur Steuerung und Verwaltung der Ressourcen (Mitarbeiter, Produktionsmittel, Finanzmittel etc.), des Angebots (Produkte etc.) und der Umweltfaktoren (Kunden, Lieferanten, Kreditgeber etc.) erforderlich sind. Geschäftsprozesse sind ohne Berücksichtigung der organisatorisch-personellen Zuständigkeit zu bestimmen.

Geschlossene Fragen

Fragen, die sich mit Ja, Nein oder einer kurzen, präzisen Information beantworten lassen.

Gewährleistungspflicht

Der Verkäufer ist verpflichtet, die verkaufte Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu liefern. Sachmangel: Kaufsache ist nicht in Ordnung (Beschaffenheit, Versprechungen, Kennzeichnung, Montageanleitung, falsche Sache). Rechtsmangel: Rechte Dritter.

Gewinnthesaurierung

Ansammlung von Gewinnen einer Unternehmung durch Nichtausschütten von Gewinnen im Rahmen der Selbstfinanzierung.

Global Governance

Dynamischer Prozess der Entscheidungsfindung. Konkret: Den Prozess der Globalisierung politisch begleiten und gestalten.

Global Marketing

Konzept der weltweit standardisierten Vermarktung von Produkten.

Global Player

(engl. Weltumfassender Spieler) Unternehmen, das sich an internationalen Märkten orientiert.

Globalisierung

Grenzüberschreitende Integration von Kapitel, Technologie und Information zu einem einzigen weltweiten Markt.

Gravitationshypothese

Menschen werden sich in der Arbeitswelt zu solchen Rollen und Positionen hingezogen fühlen, die kompatibel sind mit ihren Fähigkeiten, Interessen, Werten und ihrer Persönlichkeit.

Grundkapital

Nominelles Aktienkapital einer Aktiengesellschaft.

Haftung

Die Pflicht, für eine (eigene oder fremde) Schuld einzustehen.

Halo-Effekt

Überstrahlung: Ein durch eines oder wenige Merkmale geprägter Eindruck überstrahlt alle anderen Verhaltensäußerungen.

Handlung

Jedes bewusste und gewollte menschliche Verhalten (im Gegensatz zum bloßen Reflex). Es kann in einem Tun oder Unterlassen bestehen.

Handlungsverantwortung

Einstehen für die Erfüllung von Pflichten durch Mitarbeiter oder Gruppen im Rahmen von Zielen, Aufgaben und Kompetenzen (auch Mitarbeiter- beziehungsweise Fachliche Verantwortung).

Harvard Konzept

Kommunikationsmodell (der juristischen Fakultät der Harvard Universität) mit vier Handlungsmaximen für eine zielgerichtete Konfliktlösung:

  • Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln!
  • Auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen!
  • Entscheidungsalternativen zu beiderseitigem Nutzen entwickeln!
  • Auf der Anwendung neutraler (objektiver) Beurteilungskriterien bestehen!

Harzburger Führungslehre

In Bad Harzburg wurde 1956 von der afw, gemeinsam mit der Akademie für Führungskräfte, die Konzeption der Führung im Mitarbeiterverhältnis als Gegenpol zur früher herrschenden autoritären Führung vermittelt. Sie evolutionierte das Verständnis von Unternehmens- und Mitarbeiterführung und trug wesentlich zum Erfolg des Wirtschaftsstandortes Deutschland bei. Kerngedanke dieses Führungsansatzes war, Mitarbeiter aller Stufen durch Übertragung von Verantwortung zu höchster Initiative zu motivieren und ihnen letztlich die Freiheits-Spielräume zu geben, die Menschen benötigen, um in ihrer Arbeit erfolgreich zu sein.

Der als “Harzburger Modell” bezeichnete Managementansatz hat allerdings auch Schwachstellen. Kritisiert werden vor allem der geringe Bewegungsspielraum und der bürokratische Aufwand, zum Beispiel für Stellenbeschreibungen. Die Wirklichkeit komplexer Systeme konnte dieses Modell nicht erfassen, sodass es seit Ende der 80er Jahre nur noch im Sinne der Grundprinzipien der Delegation von Verantwortung relevant ist.

Seit 2004 lässt die afw Wirtschaftsakademie Bad Harzburg den Managementansatz in einer wesentlich erweiterten integrativen Fassung als Führungslehre wieder aufleben. Im Gegensatz zum in sich geschlossenen Harzburger Modell ist die Führungslehre revolutionär ausgerichtet, dass heist die Denkanstöße entsprechen dem systemischen Verständnis, wonach sich Systeme wie Organisationen selbst erneuern und verändern können.

Der wissenschaftliche Ansatz zielt auf eine umfassende Kompetenz in Führung, Organisation, Verantwortung und Kommunikation. Im Einzelnen erstreckt er sich auf folgende Bereiche:
  1. Grundprinzipien struktureller Führung mit Delegation von Verantwortung und Zielvereinbarung
    Organisationsstrukturen und Führungssysteme müssen kompatibel sein, sonst behindert das Führungssystem die organisatorische Effizienz.
    Führung im Unternehmen erfolgt über Personen und Strukturen. Führung ist die Beeinflussung des Mitarbeiterverhaltens durch Führungskräfte in der alltäglichen Kommunikation. Führung erfolgt aber auch über Organisationsstrukturen, Führungsinstrumente und Führungsmethoden.
  2. Grundlagen des Wirtschaftsrechts auf den Gebieten Führungsorganisation und Kommunikation
    Führungskräfte benötigen neben der Arbeitsrechtspraxis umfassende Kenntnisse über Handlungs- und Führungsverantwortung sowie Managerhaftung nach Schuld-, Vertrags-, Haftungs- und Strafrecht. Das gilt insbesondere bei Delegation von Verantwortung im Rahmen von Organisations- und Führungspflichten, im Bereich von Schnittstellen sowie bei der horizontalen und vertikalen Arbeitsteilung.
  3. Persönliche Führungs- und Kommunikations-Kompetenz
    Führung wird in erster Linie als verhaltensorientierte Führung verstanden, die auf den Erkenntnissen der Verhaltenswissenschaften aufbaut. Es geht dabei um die Persönlichkeitsstruktur von Menschen, das individuelle Führungsverhalten sowie die Entwicklung von Kommunikationskompetenzen zur Motivation und Zielerreichung.

    Im Mittelpunkt stehen die Erreichung der Organisationsziele sowie das Prinzip der individualisierten, persönlichen Verantwortung.
Zur Führungslehre bietet Ihnen die afw zwei Kurzstudiengänge: und ein Seminar an: Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Harzburger Modell

Klassiker und Bestseller unter den erprobten Führungsansätzen. Das Modell ist im Wesentlichen eine normative Führungskonzeption, die menschliches Handeln auf der Grundlage dezentraler Entscheidungsstrukturen regeln will. In den Grundprinzipien von Prof. Dr. jur. Reinhard Höhn (1904-2000) ab 1956 entwickelt.

Hausse (franz. für Anstieg)

Der Terminus steht für nachhaltigen Anstieg der Wertpapierkurse einzelner Marktbereiche oder des Gesamtmarktes über einen mittleren bis längeren Zeitraum. Gegensatz Baisse.

Herstellkosten

Summe aus Material- und Fertigungskosten.

Hologramm

Zweidimensionales Bild, das bei der Betrachtung dreidimensional erscheint. Der räumliche Eindruck entsteht durch Lichtwellen-Interferenzen.

Hyperstress

Stress in großer Menge, resultierend aus Überforderung und Fehlanpassung.

Hypostress

Stress in geringer Menge, resultierend aus Unterforderung und Langeweile.

Ich-AG

Vorschlag der sog. Hartz-Kommission der Bundesregierung, Arbeitslosen neue Wege in die Selbstständigkeit zu eröffnen. Mit Hilfe des Arbeitsamtes, einer sozialen Absicherung und Steuervorteilen soll in drei Jahren der Aufbau eines vollwertigen Gewerbebetriebes geschafft werden. Mit Ausnahme von Familienangehörigen dürfen sie niemanden beschäftigen und jährlich nicht über 25.000 Euro verdienen.

Ich-Botschaften

Aussagen, die das Pronomen Ich enthalten und darüber informieren, wie der Sprecher eine aktuelle Situation erlebt.

Ideenkiller

Verbale Äußerungen, um neue Ideen abzuwürgen. Diese Einwürfe können in der Regel nicht schnell und leicht widerlegt werden. Sie blockieren aber leicht notwendige Weiterentwicklungen und Neuerungen.

IKEA-Klausel

Regelung nach § 434 II 1 BGB (des neuen Schuldrechts ab 01.01.2002), dass ein Sachmangel auch vorliegt, wenn einer an sich mangelfreien Kaufsache eine fehlerhafte Montageanleitung beiliegt.

Immaterielle Investitionen

Erwerb immaterieller Wirtschaftsgüter, zum Beispiel Lizenzen und Patente.

Immaterieller Schaden

Immaterielle Schäden sind solche, die sich nicht in einer Vermögensminderung zeigen.

Index

Errechneter Durchschnitt ausgewählter Kurse eines Wertpapiermarktes. Siehe zum Beispiel Dax.

Information

Daten mit Bedeutung (ISO 9000:2000).

Informelle Arbeit (Sozialarbeit)

Im Rahmen der Bürgerarbeit gehören hierzu Eigenarbeit, Nachbarschaftshilfe, Versorgungs- und Gemeinwohlarbeit sowie unerwünschte Schwarzarbeit.

Infrastruktur

System von Einrichtungen, Ausrüstungen und Dienstleistungen, das für den Betrieb einer Organisation erforderlich ist (ISO 9000:2000).

inhärent

Einer Einheit innewohnend, insbesondere als ständiges Merkmal.

Innenfinanzierung

Bereitstellung von Mitteln aus dem Gewinn sowie Finanzierung aus Abschreibungen sowie Umfinanzierung.

Insolvenz

Zahlungsunfähigkeit: das Unternehmen kann aus Mangel an Zahlungsmitteln dauerhaft seine laufenden Rechnungen nicht bezahlen. Die Insolvenz führt zu -> Konkurs oder -> Vergleich.

Integriertes Management

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Führen einer Organisation bezüglich der Ansprüche an Qualität, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Risiko und weiterer Gesichtspunkte. Das System strebt nach einer kontinuierlichen Verbesserung aller integrierten Bestandteile, zu denen Managementpolitik, -ziele, -programme, -planung, -lenkung und -verbesserung gehören.

Internationalisierung

Prozess der Entwicklung eines Unternehmens von einem nationalen zu einem internationalen Unternehmen.

intrinsisch

Eine intrinsische Motivation erfolgt von innen her, aus eigenem Antrieb beziehungsweise durch ein Interesse an der Sache selbst. Eine intrinsische Einstellung verweist so auf eine im Tätigkeitsvollzug selbst liegende Motivationsorientierung und führt zu einer hohen Leistungsbereitschaft.

Intrinsische Motivation

Beweggründe im Verhalten, aus denen heraus eine Aufgabe beziehungsweise Tätigkeit um ihrer selbst willen angestrebt wird (zum Beispiel Selbstverwirklichungsmotiv).

Investition

Zielgerichtete Verwendung von Finanzmitteln (Bindung von Kapital).

Investmentgesellschaft

Fondsgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft), die für das von ihr verwaltete Sondervermögen (Fonds) Wertpapiere oder Immobilien kauft und Anteilscheine an diesem Fonds ausgibt.

ISO

International Organization for Standardization, Internationaler Normenausschuss. Abkürzung für Norm der ISO, zum Beispiel ISO 9000 ff. = Normen zum Qualitätsmanagement.

Jit

Abkürzung für Just in Time, Bezeichnung für optimales Timing, pünktlich.

Job enlargement

Zusammenfassung mehrerer strukturell gleichartiger oder ähnlicher Arbeitselemente verschiedener Arbeitsplätze zur Vermeidung einer einseitigen Beanspruchung und Belastung.

Job enrichment

Integration verschiedener schwieriger, aber dennoch zusammengehörender Arbeitselemente, die nicht nur eine horizontale, sondern auch eine vertikale Dimension aufweisen, um einem Einzelnen mehr Selbstständigkeit und Verantwortung zu übertragen.

Job rotation

Planmäßiger Wechsel von Arbeitsplatz und Arbeitsaufgaben zur Verringerung von Monotonie, Sättigung und einseitiger Belastung.

Johari-Fenster

Ein Modell, von Joe Luft und Harry Ingham entwickelt, das die Wirkung von Feedback auf die dem Menschen bekannten und unbekannten Verhaltensbereiche veranschaulicht.

Joint Venture

Gemeinschaftsunternehmen zwischen einem aus- und einem inländischen Unternehmen.

JPEG

Joint Photographers Expert Group, komprimiert nicht verlustfrei Bilder.

Juristische Person

Vereinigung von Personen oder Sachen zu einer rechtlich geregelten Einheit, der die Rechtsordnung Rechtsfähigkeit verliehen hat. Sie kann dadurch Träger eigener Rechte und Pflichten sein. Sie kann daher selbst vor Gericht klagen und verklagt werden. Beispiele: GmbH, AG, Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Just-in-Time-System

Produktions- und Logistiksystem mit dem Ziel, Minimierung der Lagerhaltung auf die von der Durchlaufzeit in der Produktion bestimmte Vorratsmenge. Dadurch Senkung der Lagerkosten, Verringerung der Kapitalbindung für Lagerbestände, schnellerer Material- und Fertigungsfluss etc.

Kalkulation

Kostenträgerstückrechnung.

Kapazität

Leistungsvermögen eines Betriebes in einer Zeiteinheit (Monat, Schicht, Arbeits-/Maschinenstunde), gemessen in Leistungseinheiten.

Kapital

Abstrakter Gegenwert des Vermögens, der über die Herkunft und den Umfang des Vermögens Auskunft gibt (Eigen- und Fremdkapital).

Kapitalbedarf

Summe der finanziellen Mittel, die für die Durchführung eines bestimmten Projektes (Errichtung eines neuen Werkes, Erwerb einer Beteiligung, Durchführung eines Werbefeldzuges) benötigt werden.

Kapitalmarkt

Markt für langfristige Kredite und Beteiligungskapital. Hier erhalten Firmen und der Staat Mittel für Investitionen.

Kartell

Zusammenschluss rechtlich und (mehr oder weniger auch) wirtschaftlich selbstständig bleibender Unternehmen in der Absicht, durch Rationalisierung, Beschränkung des Wettbewerbs oder Beherrschung des Marktes Vorteile zu erzielen.

Kartellverbot

Verboten sind u.a. Vereinbarungen und abgestimmte Verhaltensweisen zwischen miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken (Absprechen über Mindestpreise oder Kundenschutz) Rechtsgrundlage ist das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).

Kaufkraft

Als Kaufkraft wird das verfügbare Einkommen bezeichnet, dass nach Abzug aller regelmäßig wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen (zum Beispiel Wohnungsmiete, Kreditraten, Versicherungsprämien etc.) vom Einkommen übrig bleibt.

Kaufmann

Person, die ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 HGB). AG, GmbH, KGaA und Genossenschaft besitzen Kraft ihrer Rechtsform stets die Kaufmannseigenschaft, auch wenn sie kein Handelsgewerbe oder gar kein Gewerbe betreiben.

Kennzahlen

Informationen in verdichteter Form über betriebswirtschaftliche Fakten, Prozesse und Zusammenhänge. Sie werden in der Analyse, in der Zielvorgabe und in der Kontrolle eingesetzt.

Key-Account-Organisation

Institutionalisierung einer Kundenorientierung in der Marketingorganisation mit der Betreuung ausgewählter (strategischer) Schlüsselkunden durch hochqualifizierte Verkaufsmitarbeiter. Im Vordergrund steht die Kundenberatung (Projektabwicklung) mit den Zielen, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen und gemeinsame Markterfolge zu realisieren.

Keyword-Advertising

Internetwerbung, die an die Eingabe von bestimmten Schlüsselwärtern gebunden ist.

Kognitiv

Bereich des menschlichen Gedächtnisses, der sich auf mentale Prozesse sowie Wahrnehmen, Denken, Speichern und Erinnern (d. h. vornehmlich auf Wissen und Fähigkeiten) bezieht. Gegensatz: emotional.

Kognitive Dissonanz

Inkonsistenz; Unvereinbarkeit von zwei oder mehr Einstellungen oder Verhalten und Einstellungen.

Kognitive Prozesse/Kognition

Sammelbegriff für alle mentalen Erkenntnisleistungen des Menschen (zum Beispiel Denken, Wissen, Erinnern), die seiner Orientierung in der Umwelt dienen. Sie betrifft Prozesse und Inhalte des bewussten Erkennens in Abhebung zur unbewussten Wahrnehmung oder intuitiven Emotion.

Kommanditist

Bezeichnung für den beschränkt haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft.

Kommunikation

Das Mitteilen (Senden, Codieren) und das Empfangen (Entschlüsseln, Decodieren) von Botschaften durch Sprache sowie durch nicht-sprachliche Ausdrucks- und Verhaltensweisen.

Komplementär

Bezeichnung für den unbeschränkt, mit seinem gesamten Privatvermögen haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Konfliktlösung

Sich mit anderen Menschen (Kindern, Eltern, Vorgesetzte, Kollegen, Fremde) fair auseinander setzen können. Beim Aushandeln eines Kompromisses sollen beide beziehungsweise alle Seiten gewinnen.

Kongruenzprinzip

Forderung der Organisationslehre, dass grundsätzlich Aufgaben, Kompetenzen (= Befugnisse) und Verantwortung deckungsgleich sein sollten (AKV-Prinzip).

Konjunkturzyklus

Bezeichnet die periodische Abfolge der Phasen Depression, Aufschwung, Boom und Abschwung.

Konstruktivismus

Hiernach konstruiert sich jeder Mensch seine Weltsicht auf der Grundlage seiner Erfahrungen. Begriffe wie Objektivität und Wahrheit sind danach mit Vorsicht zu betrachten. Es existieren so viele Wirklichkeiten wie es Menschen gibt, die ihre Wahrnehmungen individuell interpretieren. Der K. ist für die Kommunikation besonders relevant, weil man hier von gegenseitigen Beeinflussungsvorgängen mit unbestimmter Wirkung ausgehen muss.

Kontextorientierung

Nichts wird losgelöst und separat gesehen, sondern alles ist teil eines Gesamtzusammenhanges, d. h. alles ist im Kontext zu betrachten.

Kontingenz

Ausmaß der Entscheidungsmöglichkeiten eines sozialen Systems. Ein hoher Grad an Kontingenz ermöglicht, die Umfeld-Komplexität durch viele Aktionen strukturieren zu können.

Kontingenzprinzip

Managementmethoden an die organisations-spezifischen Umstände anpassen.

Kontrolle

Vergleich eines gewünschten Zustandes (Soll) mit dem eingetretenen Zustand (Ist). Die Nichtübereinstimmung führt zu einer sogenannten Abweichung.

Konzern

Zusammenschluss rechtlich selbstständig bleibender Unternehmungen unter einheitlicher Leitung als Unterordnungskonzern (mit herrschender Unternehmung) oder Gleichordnungskonzern (ohne herrschende Unternehmung).

Kosten

Bewerteter Verbrauch von Produktionsfaktoren.

Kosten, fixe

Kosten, die unabhängig von einer bestimmten Kosteneinflussgröße (zum Beispiel Beschäftigung) sind.

Kostenartenrechnung

Bereich der Kostenrechnung, in dem alle im Unternehmen angefallenen oder erwarteten Kosten vollständig erfasst werden.

Kostenstellenrechnung

Bereich der Kostenrechnung, in dem die Gemeinkosten auf Betriebsbereiche oder Kostenstellen verteilt werden.

Kostenträger

Erzeugnisse oder Erzeugnisgruppen eines Unternehmens, denen die mit ihrer Erstellung verbundenen Kosten zugeordnet werden.

Kostenträgerrechnung

Bereich der Kostenrechnung, in dem Informationen bezüglich der Kostenträger zusammengestellt werden.

Kostenträgerstückrechnung

Ermittlung der Kosten einer Mengeneinheit eines Produktes.

Kostenträgerzeitrechnung

Ermittlung des Betriebserfolgs der Abrechnungsperiode.

Kundenzufriedenheit

Wahrnehmung des Kunden zu dem Grad, in dem die Anforderungen des Kunden erfüllt worden sind (ISO 9000:2000).

Kurs

Preis eines Wertpapiers, der sich gemäß Angebot und Nachfrage an der Börse bildet.

KVP

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Gefordert nach ISO 9001:2000, EMAS und ISO 14001:1996.

Kybernetisches Modell

Dieses Modell geht von einem SOLL aus, welches als Steuerungsgröße für einen Prozess dient. Das nach Ausführung entstandene IST wird in Beziehung zum SOLL gesetzt, wobei die Abweichung über eine Regelgröße der Neuorientierung der Steuergröße dient.

LAN

Abkürzung für Local Area Network. Lokal angelegtes Netzwerk im Gegensatz zu
WAN, das überregional Arbeitstationen und Netzwerke verbindet. Lokal bezieht sich in diesem Sinne auf einen gemeinsamen Standort, wie zum Beispiel ein Firmengebäude oder ein Raum.

Laufbahnplanung

Grundlage für eine gezielte individuelle Personalentwicklung.

Leasing

Das Wort stammt aus dem Englischen (to lease), was so viel wie mieten oder pachten bedeutet. Es wird ein Gegenstand (Immobilien, Auto, Kopierer etc.) vom Leasinggeber dem -nehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts überlassen. Der Leasingnehmer zahlt Raten, die die Kosten für Herstellung, Finanzierung, Versicherung sowie einen Gewinnaufschlag umfassen. Einem Unternehmen werden vornehmlich bewegliche Produktionsanlagen vom Hersteller zur Miete überlassen. Dadurch muss das Unternehmen nicht langfristig umfangreiche Mittel binden.

Legende

Texterklärungen zu einem Bild, einer Karte, einem Diagramm (zum Beispiel im Funktionendiagramm die Buchstaben EE=gemeinsame Entscheidung).

Leistung

Das bewertete Ergebnis des Einsatzes von Wirtschaftsgütern für den Betriebszweck.

Leistungsbeurteilung

Bewertung der Leistung des einzelnen Mitarbeiters durch den Vorgesetzten. Grundlage sind häufig im Vorfeld festgelegte Ziele, deren Zielerreichungsgrad unter anderem die Basis für die Bewertung der Leistung darstellt.

Lernen

Veränderung des Verhaltens, das auf Erfahrung (Übung) basiert. Stufe 0 = Wissen, Stufe 1 = Verbindung von Elementen, Verknüpfung, Stufe 2 = Metasystemische Reflexion, Zuschauen, wie man lernt.

Lernende Organisation

Unternehmensformen, die sich lernend fortentwickeln und dadurch den Wandel als Chance nutzen wollen.

Leverage-Effekt

Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch kostengünstiges Fremdkapital (Fremdkapitalzins < Gesamtkapitalrentabilität), beziehungsweise eigenkapitalrentabilitätssteigernde Wirkung wachsender Verschuldung.

Lieferungsverzug

Liegt vor, wenn der Verkäufer schuldhaft nicht oder nicht rechtzeitig liefert. Da der Lieferer eine Leistung schuldet, ist Lieferungsverzug Schuldnerverzug. Die Haftung des Lieferers erweitert sich auf jede Art Fahrlässigkeit. Außerdem haftet er für Zufall, es sei denn, dass der Schaden auch bei rechtzeitiger Lieferung eingetreten wäre.

Link

Kurzform der eigentlichen Bezeichnung Hyperlink. Verknüpfung von einer Internetseite auf eine andere Seite oder Datei.

Liquidität

Fähigkeit, seine Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können

Liquiditätsquote

Die Liquiditätsquote eines Fonds bezeichnet den Bestand kurzfristig zur Verfügung stehender Barmittel. Bei offenen Immobilienfonds ist dies die Differenz zwischen dem gesamten Volumen eines Fonds und dem Bestand in Immobilien.

Locus of Control

Persönlichkeitsdimension, die darüber Auskunft gibt, ob und in welchem Maß eine Person Verantwortung für ihr Verhalten übernimmt und wie sehr sie glaubt, Kontrolle über ihr Verhalten zu haben (Kontrollüberzeugung).

Lohmann-Ruchti-Effekt

Finanzierung durch kapitalfreisetzende Einnahmen. Ansammlung der durch die Verkaufserlöse hereingenommenen Abschreibungen. Einsatz dieser Abschreibungen für Neuinvestitionen (Kapitalfreisetzungseffekt).

Lohnquote

gibt die Relation zwischen dem Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit und dem Volkseinkommen an.

Lohnsteuer

Sie ist eine besondere Erhebungsform der Einkommenssteuer und wird für Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (Arbeitslohn/Gehalt) abgezogen.

Longterm Bonus

Bonussystem, das die über Jahre erbrachte Leistung oder auch den langfristigen Unternehmenserfolg honoriert.

Lotus-Effekt

Was glatt und glänzend ist, das ist auch sauber - so die gängige Vorstellung, die aber von Forschern am Botanischen Institut der Universität Bonn widerlegt wurde.

Low Cost

Niedrige Kosten, wird zum Beispiel verwendet, um auszudrücken, dass bei Hardware- oder Softwareprodukten beziehungsweise bei Vorgängen wenig Aufwand oder nur geringe Kosten erforderlich sind.

Mangel

Nichterfüllung einer Anforderung in Bezug auf einen beabsichtigten oder festgelegten Gebrauch.

Machiavellismus

Eine scharf zweckorientierte, opportunistische, nur Machtgewinn und Machterhaltung anstrebende, auf Erfahrung gestützte Staats- und Rechtslehre.

Magisches Dreieck

Qualität/Leistung und Termin/Zeit sowie Kosten/Ressourcen als Zieldreieck und Problemstruktur (zum Beispiel im Projektmanagement verwendet).

Management

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation (ISO 9000:2000).

Management Development

Aktivitäten, die darauf gerichtet sind, das Führungspotenzial des Unternehmens kontinuierlich den aktuellen Veränderungen und Anforderungen anzupassen, zu verbessern und vorausschauend strategisch zu entwickeln und zu evaluieren.

Managementsystem

System zum Festlegen von Politik und Zielen sowie zum Erreichen dieser Ziele (ISO 9000:2000).

Markt

Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage.

Maßnahmen

Konkretisierung von Strategien. Es handelt sich dabei um Operationen, die erforderlich sind, um Strategien zu realisieren.

Meinungsportale

Websites, auf denen ein reger Meinungs- und Informationsaustausch zu verschiedenen Themen stattfindet.

Mentoring

Form der Nachwuchsförderung, wobei eine Beratungs- und Unterstützungsbeziehung zwischen einer (betriebs-)erfahrenen Führungskraft und einer Nachwuchskraft mit Entwicklungspotenzial aufgebaut wird. Durch Mentoring soll die Unternehmens- beziehungsweise Branchenkultur vermittelt, sowie die Übernahme dominanter Werte und Normen erleichtert werden.

Merkmal

Kennzeichnende Eigenschaft.

Meta-Kommunikation

Kommunikation über die Art und Weise, wie kommuniziert wird.

Minderung

Recht des Käufers, bei Mängeln der Kaufsache eine angemessene Herabsetzung des Kaufpreises zu verlangen.

Mindestreservepolitik

beeinflusst die Kreditgewährungsmöglichkeiten der Geschäftsbanken durch die Auflage, einen bestimmten Teil der Kundeneinlagen als Liquiditätsreserve bei der Notenbank zinslos zu halten.

Mis match

Mangelnde Anpassungsfähigkeit straff strukturierter autokratischer Organisationsformen.

Mission

Während die Vision in erster Linie auf das eigene Unternehmen gerichtet ist, will die Mission eine Außenwirkung erreichen. Sie drückt aus, wie das Unternehmen von draußen, in erster Linie von den Kunden, gesehen werden will. Sie folgt der Vision und ist die Basis für strategische Ziele, wie zum Beispiel Marktanteil, Größe, Internationalisierung.

Mitarbeiter-Review

Standortbestimmung, teilweise auch als Synonym für Mitarbeitergespräche, vor allem in englischsprachigen Unternehmen gebraucht.

Mobbing

Das systematische Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Angestellten untereinander oder durch Vorgesetzte (BAG, 15.01.1997, NZA 1997, S. 781 ff.)

Moderne Arbeit

Leitbild 2002 des NRW-Arbeitsminister mit sechs Aspekten: Ständige Qualifizierung, Weiterbildungstankstellen, Flexible Arbeitszeiten, Gesundes Arbeiten, Neue Führungs- und Unternehmenskultur sowie Teilhabe an Entscheidungen und Beteiligung am Unternehmen.

Motivation

Motivation geht auf das lateinische movere (= bewegen) zurück und bezeichnet einen Prozess, der abläuft, um individuelle Bedürfnisse zu befriedigen. Dies impliziert die Interaktion verschiedener Motive und deren verhaltenssteuernde Aktivierung unter konkreten Bedingungen.

Motivation, extrinsische

Ist jemand extrinsisch motiviert, wird sein Verhalten von äußeren Einflussfaktoren gesteuert. Ein externes Motiv wäre zum Beispiel, eine Prämie für etwas zu bekommen.

Motivation, intrinsische

Ist jemand intrinsisch motiviert, so ist er an der Leistungserbringung aus eigenem inneren Antrieb heraus interessiert. Ein internes Motiv wäre zum Beispiel Interesse an persönlicher Weiterbildung.

Motivatoren

Nach F. Herzberg sind dies alle Faktoren, die beim Mitarbeiter Zufriedenheit und Leistung erzeugen. Sie umfassen zum Beispiel Anerkennung, Führungsklima und Übertragung von Verantwortung.

Multinationale Unternehmen

Unternehmen, die in mindestens drei Staaten (international) tätig sind.

Mutterschutz

Verpflichtung des Arbeitgebers, Schutzvorschriften zum Schutz der werdenden oder stillenden Mutter einzuhalten, um das Leben und die Gesundheit der Mitarbeiterin zu schützen.

Nacherfüllung

Wahlrecht des Käufers, bei Mängeln entweder Nachbesserung (Beseitigung des Mangels) oder Ersatzlieferung zu verlangen.

Nachweispflicht

Verpflichtung des Arbeitgebers, spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Bedingungen des Arbeitsvertrages schriftlich zu fixieren und den vom Arbeitgeber unterzeichneten Vertrag dem Arbeitnehmer zu übergeben (Nachweisgesetz 1995).

Natürliche Filter

Die Wahrnehmung der Außenwelt findet über die fünf Sinneskanäle (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen) des Menschen statt. Die Begrenzung der Sinneskanäle, zum Beispiel beim Hören von 20 - 16000 Hz., schränkt die Wahrnehmung ein.

Netto

Der Begriff kommt aus dem italienischen und bedeutet „rein“, also ohne Verpackung beziehungsweise ohne das Hinzurechnen von Kosten, Steuern oder Ähnlichem. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt.

Neuronale Netze

Netzwerke, die in ihrer internen Arbeitsweise an die des menschlichen Gehirns angepasst sind. Sie sind eine Art intelligente Maschinen. Im Gegensatz zu normalen Computern müssen sie nicht im herkömmlichen Sinne programmiert, sondern ausgelernt und trainiert werden (zum Beispiel Handschriften erkennen, Kreditwürdigkeit bewerten, durch Sonarsignale U-Boote von Fischschwärmen unterscheiden).

News-Gruppen

Thematische Gliederung der Diskussionsforen des Internet-News-Dienstes. Die mehr als 6.000 News-Gruppen werden in sieben Hauptgruppen (Mainstream-Hierarchies) und elf Nebengruppen (Alternative Hierarchies) organisiert. Die etwa 1.000 Newsgruppen der sieben News-Hauptgruppen werden dabei von allen News-Servern geführt, die elf News-Nebengruppen, die ebenfalls etwa 1.000 Gruppen umfassen, sind optional und nicht auf jedem News-Server vollständig vertreten. Alle anderen ca. 4.000 Newsgruppen sind regionaler Natur und werden nicht auf weltweiter Basis geführt. Viele der regionalen Newsgruppen werden auch in der lokalen Sprache geführt. Deutschsprachige Newsgruppen sind beispielsweise de.sci.medizin oder de.soc.politik.

Newsletter

Email-Anwendung zur Information eines größeren feststehenden Personenkreises.

Nichtigkeit

Alle Rechtsgeschäfte, die gegen ein gesetzliches Verbot verstoßen, sind nach § 134 BGB nichtig (Verstoß gegen gute Sitten, Wuchergeschäfte, Willenserklärungen eines Geschäftsunfähigen etc.). Nichtigkeit im Arbeitsrecht grundsätzlich nur für die Zukunft.

Offene Fragen

Fragen, die nicht mit ein oder zwei Worten beantwortet werden können, sondern erklärt werden müssen.

Offene Immobilienfonds

Investmentfonds, die ihre Gelder überwiegend in gewerblich genutzte Immobilien ( zum Beispiel Büros, Einkaufszentren, Hotels) anlegen. Sie werden offene Fonds genannt, weil die Zahl der Anleger und der Objekte nicht beschränkt ist.

Offene Selbstfinanzierung

Ausgewiesener Gewinn wird nicht entnommen beziehungsweise ausgeschüttet; verbleibender Gewinn erhöht das ausgewiesene Eigenkapital.

Offenmarktpolitik

bezeichnet den An- und Verkauf von Geldmarktpapieren durch die Notenbank zum Zwecke der Veränderung des Geldvolumens.

OHRIS

Occupational health- and Risk-Managementsystem.

Ökonomisches Prinzip

Handlungsmaxime, mit gegebenem Mitteleinsatz ein möglichst gutes Ergebnis oder mit minimalem Mitteleinsatz ein fest vorgegebenes Ergebnis zu erreichen.

Organhaftung

Eine juristische Person haftet für ihre Funktionsträger wie für eigenes Verschulden.

Organisation

Gruppe von Personen und Einrichtungen mit einem Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen (ISO 9000:2000).

Organisationsstruktur

Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen zwischen Personen (ISO 9000:2000).

Organisationsverschulden

Verantwortlichkeit für mangelhafte Organisation (Aufbau- und Prozessorganisation, Mitarbeiterauswahl, Information, Kontrolle).

PageImpressions (PI)

An "Page Views" (Webseite-Aufrufe). Bezeichnen die Zahl, wie oft eine Webseite durch Besucher aufgerufen wurde.

Paradigma

Modell, Gerüst oder ein Denkmuster, das dazu dient, die Realität besser zu verstehen.

Pareto-Prinzip

Ein von dem italienischen Volkswirt und Soziologen Vilfredo Pareto entwickeltes Prinzip, welches besagt, dass innerhalb einer gegebenen Menge oder Gruppe einige wenige Teile einen weitaus größeren Wert aufweisen, als dies ihrem relativen, größenmäßigen Anteil an der Gesamtmenge in dieser Gruppe entspricht (auch 80:20 - Regel genannt).

Partizipation

Die Gesamtheit der Beteiligungsmöglichkeiten von Mitarbeitern am Betriebsablauf eines Unternehmens, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Anhörungs-, Informations-, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer und ihrer Repräsentanten hinausgehen.

Personalauswahl

Liegen geeignete Bewerbungen vor, muss eine Personalauswahl unter den Bewerbern stattfinden. Dazu werden unterschiedliche Verfahren angewandt.

Personalbedarfsermittlung

Die Personalbedarfsermittlung hat die Aufgabe, die personellen Kapazitäten zu ermitteln, die zur Erfüllung der betrieblichen Funktionen notwendig sind.

Personalbeschaffung

Die Personalbeschaffung hat die Aufgabe, Personal zur Beseitigung einer personellen Unterdeckung bereitzustellen.

Personalbestandsanalyse

Systematische Erfassung und detaillierte, zweckgerichtete Bewertung des gegenwärtigen Personalbestandes im Zusammenhang mit dem künftig zu erwartenden Bestand in quantitativer und qualitativer Hinsicht.

Personalbeurteilung

Im Zuge der Personalbeurteilung werden planmäßig und formalisiert Informationen über die Leistungen von Mitarbeitern gewonnen. Sie lässt sich untergliedern in die Leistungsbeurteilung und die Potenzialbeurteilung.

Personalbindung

Abschluss eines Arbeitsvertrags.

Personaleinsatz

Optimale Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitszeit sowie Arbeitsablauf und Zuordnung von vorhandenen Mitarbeitern auf gegebene Stellen.

Personalentwicklung

Umfasst Konzepte, Instrumente und Maßnahmen der Bildung, Steuerung und Förderung der personellen Ressourcen von Organisationen, die zielorientiert geplant, realisiert und evaluiert werden.

Personalerhaltung und Leistungsstimulation

Bindung des vorhandenen Personals an das Unternehmen und Steigerung der Mitarbeiterleistung durch Anreizsysteme und Personalführungsinstrumente (individuelle Verhaltenssteuerung).

Personalinformationssysteme

Computergestützte Informationssysteme für administrative und planerische Aufgaben im Personalmanagement zur Verbesserung der informatorischen Basis (insbesondere: Datenerfassung, -verarbeitung, -übermittlung).

Personengesellschaften

Unternehmungen in Rechtsformen des Privatrechts ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Zu unterscheiden sind BGB-Gesellschaft, -> offene Handelsgesellschaft, -> Kommanditgesellschaft, Reederei und Stille Gesellschaft, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) beziehungsweise im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt sind.

Persönliche Verantwortung

Verantwortung übernehmen. Die Folgen der eigenen Entscheidungen und Handlungen anerkennen, seine Gefühle und Stimmungen akzeptieren, Verpflichtungen einhalten.

Pflichtverletzung

Oberbegriff beziehungsweise Generalklausel für alle Leistungsstörungen nach neuem Schuldrecht ab 01.01.2002. Schadensersatzansprüche wegen Pflichtverletzung möglich bei Spätleistung (Verzug), Schlechtleistung (bisher: positive Vertragsverletzung), Nichtleistung (Unmöglichkeit) sowie bei sonstiger (Neben-) Pflichtverletzung.
Grundtatbestand für alle Leistungsstörungen: § 280 BGB. Die Pflichtverletzung kann zu Schadensersatz und Rücktritt berechtigen.

Plankosten

Kosten, die bei einer geplanten Beschäftigung, ordnungsgemäßem Betriebsverlauf und gegebenem Produktionsverlauf erwartet werden.

Plankostenrechnung

Teilgebiet der Kostenrechnung, bei dem die Istkosten mit den Plankosten verglichen werden.

Planung

Entwurf einer Ordnung, nach der sich das betriebliche Geschehen in der Zukunft vollziehen soll. Sie ist das gedankliche, systematische Gestalten des zukünftigen Handelns.

Potenzialanalyse

Eignungsdiagnose in Bezug auf allgemeine oder künftige Anforderungen, häufig auch bezogen auf Entwicklungsfähigkeit.

Potenzialdenken

Alle verfügbaren Ressourcen erschliessen und nutzen.

Prepaidkarte

Wird oft auch Wertkarte genannt und besagt, dass man bereits vor dem Gebrauch eines Geräts bezahlen muss. Bekannt sind hier zum Beispiel die Werkartenhandys.

Primacy-Effekt

Der Primacy-Effekt ist der Effekt des 'ersten Eindrucks', was bedeutet, dass der Beurteiler lediglich durch eine spontane erste Einschätzung seines Gegenübers das zukünftige Verhalten des anderen betrachtet.

Private Equity

Privates Eigenkapital. Allgemeiner Begriff für jenes Geld, das private oder institutionelle Anleger für Beteiligungen an in der Regel nicht börslich gehandelten Unternehmen beschaffen. Als Gegenstück steht die Fremdkapitalfinanzierung etwa durch börsengehandelte Aktien. Die ersten Private-Equity-Fonds entstanden in den siebziger Jahren in den USA und in Großbritannien, in Deutschland sind sie seit Mitte der neunziger Jahre aktiv.

Proaktives Denken

Künftige Handlungen werden vorausschauend initiativ durchdacht und gestaltet.

Problem

Differenz zwischen dem IST und einer Vorstellung vom SOLL (Anforderungen, Ziele)

Produkt

Ergebnis eines Prozesses (ISO 9000:2000). Dazu gehören Dienstleistungen, Software, Hardware und verfahrenstechnische Produkte (zum Beispiel Schmiermittel).

Produktionsfaktoren

Einsatzgüter (Betriebsmittel, Werkstoffe, Arbeit), die im Prozess der betrieblichen Leistungserstellung eingesetzt werden.

Projekt

Einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen besteht und durchgeführt wird, um ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt, wobei Zeit-, Kosten- und Ressourcenbeschränkungen eingeschlossen sind (ISO 9000:2000).

Projektion

Nach Sigmund Freud die unbewusste Verlagerung von Triebimpulsen, eigenen Fehlern, Wünschen, Schuld- und ähnlichen Gefühlen auf andere Personen, Situationen oder Gegenstände.

Promotoren

Personen, die einen Innovations- oder Transformationsprozess aktiv und intensiv fördern. Sie können macht-, beziehungs- oder fachorientiert Einfluss nehmen.

Prozess

Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben in Ergebnisse umwandelt (ISO 9000:2000).

Prozessverantwortung

Die Zuweisung der einzelnen Aktivitäten und Prozesse auf eine oder mehrere Personen wird durch die Festlegung von Stellenaufgaben im Rahmen der Stellenbildung und -besetzung vorgenommen. Dabei ist es vorteilhaft, für jeweils komplette, in sich abgeschlossene Abläufe die Handlungsverantwortung beziehungsweise Fachliche Verantwortung zusammenzufassen und einer Stelle oder Arbeitsgruppe zuzuordnen. Die Zuordnung der Führungsverantwortung für die Geschäftsprozesse erfolgt im Zusammenhang mit der Festlegung der Aufbauorganisation. Wenn der Prozess über mehrere Bereiche des Unternehmens verläuft, so kann weiterhin die Gesamtverantwortung beziehungsweise Handlungsverantwortung für den Gechäftsprozess durch einen Prozesseigner wahrgenommen werden, der für die Durchlaufzeit, die Qualität und die Kosten der Gesamtprozesse zuständig ist.

QC

Abkürzung für Quality Control, gleich (computergesteuerte) Überwachung der Herstellung von Produkten.

QM-Handbuch

Dokument, in dem das Qualitätsmanagementsystem einer Organisation festgelegt ist.

QM-System

Managementsystem zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität.

Qualifikation

Nachgewiesene Fähigkeit, Wissen und Fertigkeiten anzuwenden.

Qualität

Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt (ISO 9000:2000).

Qualitätsmanagement

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität.

Qualitätsmerkmal

Inhärentes Merkmal eines Produkts, Prozesses oder Systems, das sich auf eine Anforderung bezieht (ISO 9000:2000).

Qualitätspolitik

Übergeordnete Absichten und Ausrichten einer Organisation zur Qualität, wie sie von der obersten Leitung formell ausgedrückt wurden.

Qualitätssicherung

Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Erzeugen von Vertrauen darauf gerichtet ist, dass Qualitätsanforderungen erfüllt werden

Qualitätsziel

Etwas bezüglich Qualität Angestrebtes oder zu Erreichendes.

Rating

Bewertung beziehungsweise Bonitätseinstufung des Wertpapieremittenten nach einem standardisierten Verfahren.

Real Time

Englische Bezeichnung für Echtzeit.

Rechtsgeschäft

Ein Rechtsgeschäft besteht aus mindestens einer Willenserklärung, die darauf gerichtet ist, eine bestimmte Rechtsfolge herbeizuführen. Beispiele: Kündigung, Kaufvertrag, Mietvertrag.

Rechtsmangel

Auf der Kaufsache lasten Rechte Dritter.

Regain Management

Rückgewinnungsmanagement. Ergänzung des Kundenmanagement nach stark wachsenden Kosten der Neuakquisition und zunehmender Wechselbereitschaft von Kunden trotz Bindungsanstrengungen der Anbieter.

Relaunch

Verstärkter Werbeeinsatz für ein schon länger auf dem Markt befindliches Produkt. Zunehmend ist aber mit Relaunch einer Website oder einer Software eine umfassende Überarbeitung des Designs und/oder eine tiefgreifende Neuorientierung beziehungsweise -ausrichtung des Angebotes gemeint.

Reliabilität

Grad der Genauigkeit oder Messfehlerfreiheit eines Ergebnisses.

Rendite

In Prozent ausgedrückter, auf Jahresbasis umgerechneter Ertrag einer Kapitalanlage.

Reply

Englische Bezeichnung für eine Antwort (oder auch einen Kommentar) auf eine E-Mail oder einen Diskussionsbeitrag in einer Newsgroup.

Ressourcen

Einsatzmittel, die – grundsätzlich knapp – zur Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse nach ihrer Bearbeitung eingesetzt werden können.

Return on Leadership (ROL)

Methode zur Bewertung der Leistung der Unternehmensführung.

Return-on-Investment (ROI)

Finanzielle Kennzahl, die das Verhältnis vom Gewinn zum investierten Kapital angibt. Sie ist Spitzenkennzahl (Ergebnisziel) bei einigen Kennzahlensystemen.

Rhetorische Fragen

Fragen, die vom Fragesteller selbst beantwortet werden können.

Roll-out

Unternehmensweite Ausdehnung der Balanced Scorecard in horizontaler und vertikaler Richtung.

Rücklagen

Derjenige Teil des Gewinns, der nicht an die Unternehmenseigner verteilt wird, sondern in Form von Geldvermögen im Unternehmen verbleibt. Den Vorgang bezeichnet man auch als Gewinnthesaurierung. R sind Bestandteil des Eigenkapitals.

Rückstellungen

Vorsorglich zurückgestellte Geldbeträge für in ihrer Höhe oder nach dem Zahlungszeitpunkt noch nicht ganz feststehende Verbindlichkeiten (zum Beispiel: Steuernachzahlungen). Bilanztechnisch sind die R Teil des Fremdkapitals.

Rückwirkungsvermutung

Tritt beim Verbrauchergüterkauf innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrenübergang der Sache ein Sachmangel auf, so gilt die Vermutung, dass die Sache mangelhaft war. Der Verkäufer muss nachweisen, dass das Gut zum Zeitpunkt des Gefahrenübergang in Ordnung war (Grundsatz der Beweislastumkehr).

Sache

Jeder körperliche Gegenstand.

Sachebene

Informationen, die im Gespräch etwas darüber aussagen, was inhaltlich miteinander diskutiert wird.

Sachmangel

Abweichung der vereinbarten von der tatsächlichen Beschaffung einer Kaufsache.

SCC

Sicherheits-Certifikat-Contractoren ist ein System zum Sicherheitsmanagement, das von der petrochemischen Industrie entwickelt wurde.

Schaden

Jede unfreiwillige Einbuße an Gütern. Demgegenüber werden freiwillige Opfer als Aufwendungen bezeichnet. Der Schaden wird dadurch ermittelt, dass man die gegenwärtige Lage mit der Lage vergleicht, wie sie ohne das Schadensereignis bestehen würde (§ 249 I BGB). Mit einem materiellen Schaden ist ein in Geld gemessener Vermögensschaden gemeint, während immaterielle Schäden solche sind, die sich nicht in einer Vermögensminderung zeigen.

Schadenersatz bei mangelhafter Lieferung

Dem Käufer stehen zwei Möglichkeiten des Schadenersatzes zu, wenn folgendes erfüllt ist:

  • Pflichtverletzung des Schuldners oder seines Erfüllungsgehilfen.
  • Beweislastumkehr: Der Schuldner muss beweisen, dass er die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat.
  1. Kleiner) Schadenersatz neben der Erfüllung (Erfüllung und Kostenersatz).
  2. (Großer) Schadenersatz statt Erfüllung. Der Käufer kann vom Kaufvertrag zurücktreten und Schadenersatz verlangen.

Scheinselbständigkeit

Ein Beschäftigungsverhältnis, in dem die Person formal so behandelt wird, als sei sie Unternehmer. Tatsächlichaber arbeitet sie nur für einen Auftraggeber, an den sie gebunden ist.

Schmerzensgeld

Entschädigung in Geld, wenn wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten ist. Der allgemeine Schmerzensgeldanspruch nach § 253 Abs. 2 BGB gilt sowohl bei der verschuldensabhängigen deliktischen und vertraglichen Schadensersatzhaftung als auch bei der (verschuldensunabhängigen) Gefährungshaftung.

Schulung

Prozess, der Wissen, Fertigkeiten und Verhaltensweisen bereitstellt und entwickelt, um Forderungen zu erfüllen (ISO 10015).

Schwerbehinderte

Personen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent, die im Arbeitsleben besondere Rechte genießen. Sie haben Sonderkündigungsschutz, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht.

Selbst

Der Begriff des Selbst bezieht sich hauptsächlich auf die subjektive Sicht des Individuums, d.h. eine Person sieht sich als Inhaber bestimmter Eigenschaften oder Merkmale. Somit ist das Selbst ein Konzept von der eigenen Persönlichkeit, ein Konzept einer Einstellung zu sich selbst.

Selbststeuerung

Fähigkeit einer Person, ihr Verhalten verschiedenen Situationen anpassen zu können (und zu wollen).

Selbstbild (Selbstkonzeption)

Die Gedanken und Gefühle, die man sich selbst gegenüber hat.

Selbstfinanzierung

Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen.

Selbstoffenbarung

Das, was jemand über sich selbst preisgibt.

Selbstorganisation

Koordinierungs- und Strukturierungsprinzip, bei dem sich die Organisation aus sich selbst formt. So können sich Mitarbeiter in Teams und Projekten selbst ohne Fremdeinwirkung organisieren. Gegensatz: Fremdorganisation, bei der die Form und die Regeln von außen vorgegeben werden.

Selbstsicherheit

Seine Anliegen und Gefühle ohne Zorn oder Passivität aussprechen. Handeln in Selbstvertrauen und in sozialer Kompetenz.

Selbstwirksamkeit

Überzeugung einer Person, dass sie "wirksam" ist, das sie fähig ist, eine Aufgabe erfolgreich auszuführen.

Selektive Wahrnehmung

Aus der Menge der gleichzeitig vorhandenen Reize werden nur einige ausgefiltert und beachtet.

self-efficacy

Self-efficacy (=subjektive Selbstwirksamkeit) meint die Erwartung eigener Handlungswirksamkeit, beispielsweise die Selbsteinschätzung darüber, ob ich eine bestimmte Aufgabe lösen kann oder nicht.

Self-fulfilling prophecy

Sich selbst erfüllende Prophezeiung, die “Macht der Erwartungen“ (auch Pygmalioneffekt).

Shareware

Software, die man kostenlos oder gegen geringe Gebühr testen kann und erst nach zufriedenstellendem Ergebnis kauft.

Shortterm Bonus

Bonussystem, bei dem die kurzfristige (zum Beispiel jährliche) Leistung honoriert wird.

Six Sigma

Eine systematische und extrem ergebnisorientierte Methodik, die vor allem auf mathematisch-statistischen Verfahren basiert. Als umfassendes Programm ist sie dazu geeignet, Produkte und Dienstleistungen sowie die im Unternehmen zu Grunde liegenden Prozesse nahezu fehlerfrei zu gestalten. Ziele der Qualitätsinitiative sind hauptsächlich: Erhöhung des Umsatzes und Verbesserung der finanziellen Ergebnisse.

Societas Europaea (SE)

Neue, von nationalen Grenzen unabgängige Gesellschaftsrechtsform neben fortbestehenden Rechtsformen der Einzelstaaten (Europa AG, Mindestkapital 120.000 €, Gründung ab 2004 möglich, keine Bar- oder Sachgründung durch natürliche Personen, sondern Gründung durch bestehende Gesellschaften).

Soll-Ist-Vergleich

Vergleich des derzeitigen Standes einer Situation, eines Problems und dessen Abweichung vom idealen, wünschenswerten Zustand.

Sorgfaltspflicht

Bedeutet die Verpflichtung, die aus einem konkreten Verhalten oder Geschehen erwachsende Gefahr für eine geschütztes Rechtsgut zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten, also entweder die gefährliche Handlung zu unterlassen oder sie zumindest nur unter ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen zu unternehmen (zum Beispiel vertragliche Schutzpflichten beim Verkauf technischer Geräte). Die Verletzung einer Sorgfaltspflicht kann zu vertraglichen (zum Beispiel pW), vorvertraglichen (zum Beispiel c.i.c.) oder deliktischen Schadensersatzansprüchen (zum Beispiel bei Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht) führen.

Sozialarbeit (Informelle Arbeit)

Im Rahmen der Bürgerarbeit gehören hierzu Eigenarbeit, Nachbarschaftshilfe, Versorgungs- und Gemeinwohlarbeit sowie unerwünschte Schwarzarbeit.

Sozialbilanz

Darstellung der gesellschaftsbezogenen Aktivitäten eines Unternehmens (zum Beispiel: Umweltschutzmaßnahmen, Spenden).

Soziale Kompetenz

Uneinheitlich gebrauchter Sammelbegriff für interaktionsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten, zum Beispiel soziale Urteilsfähigkeit, Empathie und Repertoire des kommunikativen Verhaltens, im beruflichen Kontext häufig als Befähigung zu situationsangemessenem zweckrationalem Handeln verstanden, das zur Bewältigung tätigkeitsbezogener Interaktionsanforderungen dienlich ist (zum Beispiel Rollenflexibilität, Anpassungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit); unter Bedingungen der Gruppenarbeit gelegentlich synonym zum (gleichermaßen unscharfen) Begriff Teamfähigkeit verwendet.

Sozialprodukt

bezeichnet die Summe aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen, bewertet in Geld.

Sparfreibetrag

Jedem Anleger steht eine Sparerfreibetrag von 750 Euro sowie ein Werbungskostenpauschalbetrag von 51 Euro zu (Stand: 2009).

Spin out

Form der Organisation eines Innovationsteams, bei der das Team aus der Organisation herausgelöst wird und unabhängig an einem Projekt arbeitet.

Stab

Form der Organisation, die ergänzend neben die betriebliche Hierarchie (die Linie) tritt. Der Linienorganisation ist Entscheidungsbefugnis delegiert, dem Stab dagegen ist Informations- und Beratungsbefugnis (Beratung = Entscheidungsvorbereitung) gegenüber der Linie oder anderen Stäben übertragen. Die Linie trägt die Entscheidungsvorbereitung, der Stab die Informations- und Beratungsverantwortung. Soweit eine Stabsstelle auf ihrem Fachgebiet gleichzeitig Linienfunktionen ausübt, anderen Stellen Anweisungen geben darf, tritt sie diesen gegenüber als Fachvorgesetzter auf.

Stakeholder

Eine an einer Meinungsbildung erheblich beteiligte Person oder Institution, die das Ergebnis eines Unternehmens beeinflussen können (Kunden, Mitarbeiter, Medien, Lieferanten etc.)

Stammkapital

Der in der Satzung einer GmbH festgelegte Gesamtbetrag aller Stammeinlagen. Es ist in der Bilanz als gezeichnetes Kapital auszuweisen (Mindestbetrag 25 000 Euro).

Stellenplan

Fixiert notwendige Arbeitsplätze nach Anzahl und Bezeichnung.

Strategien

Grundsatzentscheidungen, die sämtliche Unternehmensbereiche tangieren. durch Strategien weden wesentliche unternehmerische Absichten in die Realität umgesetzt.

Stückdeckungsbeitrag

Differenz aus Verkaufspreis und variablen Stückkosten.

Subjektive Wirklichkeit

Die eigene Wahrnehmung und Interpretation der Wirklichkeit.

Subventionen

Hilfeleistungen der öffentlichen Hand in Form von Finanzhilfen (Bar-S., Bürgschaften) und Steuervergünstigungen.

Suggestivfragen

Fragen, die eine bestimmte Absicht verfolgen, den anderen in eine Richtung beeinflussen wollen und nicht zum Ziel haben, seine Meinung zu erfragen.

Sustainable Balanced Scorecard (SBS)

Der Begriff steht für ausgewogenes Zielsystem und beinhaltet zugleich alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Das unternehmerische Führungs- und Planungsinstrument SBS geht zurück auf die so genannte Balanced Scorecard (BSC), die sich vor längerer Zeit von der klassichen Strategiefindung allein über Finanzeckdaten gelöst und sich der Kunden-, Prozess- und Potenzialperspektive geöffnet hat. Ergänzt wird die klassiche BSC um das Kriterium der Nachhaltigkeit (Informationen: Hessisches Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Wirtschaft - RKW - ).

Synektik

Methode der Ideenfindung im Management durch Sammeln von Problemlösungsvorschlägen, Analogiebildung und Prüfung der Brauchbarkeit der Vorschläge.

Synergie

Zusammenwirken. Wenn mindestens zwei Faktoren zusammenwirken und dabei mehr und anderes entsteht als nur die Summe ihrer Wirkungen, spricht man von Synergie.

System

Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Elementen (ISO 9000:2000).

Systemisch

Mit den Regeln des Systems in Einklang stehen (systemisches Denken).

Task Force

Gruppe von Mitarbeitern, die zeitlich begrenzt an einem Problem gemeinsam arbeitet, ohne aus der angestammten organisatorischen Umgebung herausgelöst zu werden (Entschlüsse sollen dort fallen, wo das Informationsniveau optimal ist).

Teamorganisation

Eine auf Teams basierende Organisation geht über die gelegentliche Ad-hoc-Verwendung von Teams hinaus, vielmehr nutzt sie diese als Basis für ihre Organisationsstruktur. Das Unternehmen ist ein Netz aus einzelnen Teams, die füreinander als Kunden und Dienstleister agieren.

Telearbeit

Eine Verfahrensweise, bei der mithilfe der Kommunikationstechnologie Arbeit an vom Unternehmen entfernten Orten durchgeführt wird.

Teleologie

Auffassung, dass ein Vorgang oder Phänomen von seinem Ende, seinem Zweck und Ziel her bestimmt wird.

Theorie

eine Theorie besteht aus einer Reihe von Konzepten über Phänomene, die zueinander in Beziehung stehen und die es erlauben, verschiedenen Prozesse und Ereignisse vorherzubestimmen und zu erklären (Lewin: "Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie").

Thesaurierung

Die Erträge aus Wertpapieren (Dividenden und Zinsen) werden nicht ausgeschüttet, sondern wieder in neue Wertpapiere angelegt.

Tools

Werkzeuge

TQM

Total Quality Management. Führungsphilosophie, die eine Neuorientierung des Managements auf dem Wege zu einer umfassenden Unternehmensqualität normativ gestaltet.

Transaktionskosten

Die mit der Übertragung und Ausübung von Verfügungsrechten (Kompetenzen) verbundenen Kosten (Informations-, Verhandlungs-, Kontroll- und Anpassungskosten im Führungsprozess).

Transformationale Führung

Führungsstil mit zielgruppenorientierter und individualisierter Förderung der Mitarbeiter auf der Basis von Charisma, Inspiration, geistiger Anregung und individueller Beachtung. Im Vordergrund steht die Coach- und Motivationsrolle des Vorgesetzten.

Triade

Sammelbezeichnung für USA, Japan und EU (als Handelspartner).

Trust

Konzern. Zusammenschluss vormals autonomer Unternehmen, die ihre rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit aufgeben.

Umlaufvermögen

Vermögensteile, die eine vergleichsweise kurzfristige Bindungsdauer aufweisen (zum Beispiel: Warenvorräte, Bankguthaben). Im Sinne einer negativen Abgrenzung sind sie nicht Bestandteil des Anlagevermögens.

Umwandlung

Rechtsformwechsel einer Unternehmung ohne formelle Liquidation.

Umwelt

Umgebung, in der eine Organisation tätig ist; dazu gehören Luft, Wasser, Land, natürliche Ressourcen, Flora, Fauna, der Mensch sowie deren Wechselwirkungen (Die Umgebung erstreckt sich in diesem Zusammenhang vom Inneren einer Organisation bis zum globalen System).

Umweltmanagementsystem

Der Teil des übergreifenden Managementsystems, der die Organisationsstruktur, Planungstätigkeiten, Verantwortlichkeiten, Methoden, Verfahren, Prozesse und Ressourcen zur Entwicklung, Implementierung, Erfüllung, Bewertung und Aufrechterhaltung der Umweltpolitik umfasst.

Umweltpolitik

Erklärung der Organisation über ihre Absichten und Grundsätze in Bezug auf ihre umweltorientierte Gesamtleistung, welche einen Rahmen für Handlungen und für die Festlegung der umweltbezogenen Zielsetzungen und Einzelziele bildet.

Umweltschutz

Stellt den Schutz der Umwelt (Umweltmedien) vor schädigenden Einflüssen (Immissionen) auf Grund von Umweltbelastungen (Emissionen) in den Vordergrund.

Unlauter Wettbewerb

Handlungen im geschäftlichen Verkehr, die gegen die guten Sitten verstoßen (nach UWG: Kundenfang, individuelle Behinderung und Ausbeutung, irreführende Angaben, Schneeballsystem, Anschwärzung, Verleumdung u.a.).

Unternehmenskonzentration

Unternehmungszusammenschluss (in der Regel) durch finanzielle Beteiligung, wobei die wirtschaftliche (und bei der Fusion auch die rechtliche) Selbstständigkeit der Unternehmungen völlig aufgegeben wird.

Unternehmenskooperation

Unternehmungszusammenschluss durch vertragliche Vereinbarungen ohne finanzielle Bindungen, wobei die rechtliche und (mehr oder weniger auch) die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Unternehmungen erhalten bleibt.

Unternehmenskultur

Umfasst den Charakter des Unternehmens, die Wirkung und das Erscheinungsbild (Wer sind wir? Summe der Regeln, Charaktere, Sitten und Umgangsformen).

Unternehmensphilosophie

Die Unternehmensphilosophie beschreibt die allgemeine Einstellung zur Rolle und zum Verhalten des Unternehmens in seinem gesellschaftlichen Umfeld. In der Unternehmensphilosophie drückt sich letztlich die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens gegenüber wichtigen Bezugsgruppen (Stakeholder) aus, die seinem Handeln Legitimität verleiht. Aus der Unternehmensphilosophie lässt sich im Hinblick auf Gestaltung und Verhalten des Managements die Managementphilosophie ableiten. Diese beschreibt die grundlegenden Einstellungen, Überzeugungen, Werthaltungen, welche das Denken und Handeln der Führungskräfte in einem Unternehmen beeinflussen.

Unternehmer

Eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

Unternehmerrückgriff

Musste ein Unternehmer als Letztverkäufer eine verkaufte Sache wegen eines Mangels vom Verbraucher wieder zurücknehmen oder den Kaufpreis mindern, so kann er die gleichen Rechte gegenüber seinem Lieferanten geltend machen.

Upload

Hochladen von Daten vom Rechner eines Internetbenutzers auf eine Server. Gegensatz: Download.

URL

Uniform Resource Locator ist die Adresse für eine beliebige Information im Internet. Die URL eines jeden Dokuments existiert nur einmal. Sie setzt sich aus dem Server und der Stelle, wo sie auf dem Server liegt, zusammen.

User

Benutzer eines Computers, einer Software, einer Mailbox oder eines Online-Dienstes beziehungsweise des Internets.

USP

Unique selling preposition. Der USP ist der einzigartige Produktvorteil eines Angebotes, der ein zentrales Moment der Werbebotschaft darstellt.

Validität

Angemessenheit und Sinnhaftigkeit der Schlüsse, die aus diagnostischen Werten gezogen werden können; auch Gültigkeit oder Tauglichkeit.

Variable Vergütungsbestandt eile

Bestandteile in der Vergütung, die im Gegensatz zum Festgehalt nicht fest fixiert sind, sondern in Abhängigkeit von der Erreichung von Zielen und Ergebnissen ausbezahlt werden.

Variety Seeking

Suche nach Abwechslung um der Abwechslung willen (Marketingbegriff).

VDA

Qualitätsnorm der deutschen Automobilindustrie für Zulieferer. VDA 6.1 richtet sich an produzierende Unternehmen, VDA 6.2 an Dienstleistungsunternehmen.

Verantwortlichkeit (Verantwortung)

Die Fähigkeit, sich bewusst zu machen, dass sich aus eigenem Handeln eine rechtliche Verantwortung ergeben kann oder Rechenschaft ablegen für Tun oder Unterlassen.

Verbraucher

Jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zweck abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann (§ 13 BGB).

Verbrauchsgüterkauf

Liegt vor, wenn ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache kauft.

Verdachtskündigung

Liegt vor, wenn der Arbeitgeber seine Kündigung damit begründet, dass der Verdacht eines nicht erwiesenen Verhaltens das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses notwendige Vertrauen zerstört habe.

Vergleich

Übereinkommen zwischen Schuldner und Gläubiger, das dem Schuldner bei Zahlungsunfähigkeit durch einen teilweisen Schuldenerlass das Fortbestehen seines Unternehmens ermöglicht.

Vergütungssystem

Der obligatorische Teil besteht aus Lohn/Gehalt, Sozial- und Zusatzleistungen, der fakultative Teil besteht aus einer Beteiligung des Mitarbeiters am ökonomischen Erfolg.

Verjährung

Ablauf einer gesetzlich festgelegten Frist, innerhalb der ein Anspruch gerichtlich durchgesetzt werden kann. Danach Einrede der Verjährung (Leistungsverweigerungsrecht) möglich.

Verschulden

Pflichtwidriges und vorsätzliches oder fahrlässiges Verhalten einer Person.

Versetzung

Dauernde Zuweisung eines anderen Arbeitsbereichs durch den Arbeitgeber.

Verstärkung

Bekräftigung, Beeinflussung der Folgen eines Verhaltens mit dem Ziel, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Reaktion zu erhöhen.

Vertretung

Berechtigung, das Unternehmen gegenüber Dritten zu vertreten.

Virtual Community

Besuchergemeinde, die sich auf einer bestimmten Hompage trifft.

Virtual Private Network (VPN)

Unternehmensnetzwerke, in denen die Daten an Stelle über Standleitungen oder ATM- beziehungsweise Frame-Relay-Verbindungen über öffentliche Netze und zunehmend auch über das Internet transportiert werden.

Virtuelle Organisation

Netzwerkorganisation, deren Mitglieder gemeinsam eine wirtschaftliche Leistung erbringen und die gegenüber Dritten wie ein eigenständiges Unternehmen auftreten. Virtualität (nicht wirklich) bedeutet das Fehlen bestimmter physischer Eigenschaften des realen Objektes (keine hierarchische Struktur, keine oberste Unternehmensleitung etc.)

Vision

Visionen sind attraktive Zukunftsbilder, die Kräfte für eine kreative Gegenwartsgestaltung freisetzen. Sie werden auch als Träume mit Verfallsdatum bezeichnet. Eine glaubwürdige Vision zeigt einen wünschenswerten und zugleich erreichbaren Endzustand auf und verbindet ihn mit Werten, die von allen Betroffenen geteilt und als verfolgenswert angesehen werden. Als strategische Leitlinien erleichtern sie eine Prioritätensetzung und bewirken über Identifikation motiviertes Handeln in Richtung der geschauten Zielvorstellung. Die Fähigkeit, überzeugende Visionen zu entwickeln und deren positive Konsequenzen begeisternd zu kommunizieren, kennzeichnet effiziente Führungskräfte und ist insbesondere in der Transformationale Führung relevant. Kritisch ist auf die Gefahr der demotivierenden Enttäuschung bei Nichterfüllung der Vision und der Manipulation der Betroffenen (zum Beispiel durch einen überbewerteten visionären Führer) zu verweisen. Der Begriff wurde in Managementlehre und -praxis oft missbraucht (zum Beispiel für alltägliche Ziele und Aufgaben) oder unrealistisch eingesetzt:
(Quelle: Wunderer, R. Führung und Zusammenarbeit. Neuwied, 2000).

Visit

Ein Visit bezeichnet einen kompletten Nutzungsvorgang, einen Besuch eines WWW-Angebots. Er definiert den Werbeträgerkontakt.

Volkseinkommen

ist die Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche einer Volkswirtschaft innerhalb einer Rechnungsperiode.

Vollkostenrechnung

Verrechnung aller Kosten auf die Kostenträger.

Vollmacht

Die durch Rechtsgeschäft erteilte Vertretungsmacht.

Vorsatz

Das Wissen und Wollen eines rechtswidrigen Erfolges.

Wahrnehmung

Organisieren und Interpretieren von Sinneseindrücken, um die (Arbeits-)Umwelt zu verstehen und ihr einen Sinn zu geben.

WAN

Abkürzung für Wide Area Network. Netzwerk, das weltumfassend angelegt sein kann (zumindest aber das eigene Haus verlässt), im Gegensatz zum LAN-Netzwerk. WANs sind für solche Organisationen interessant, die an mehreren Orten Niederlassungen haben.

Wandlung

Dieser Begriff ist seit dem neuen Schuldrecht ab 01.01.2002 entfallen.

Warming-up

Gesprächsbeginn, Gesprächseinstieg, Warmwerden.

WBT

Web-Based-Training. Es umfasst die internetgestützte Form des Fernlernens mit und ohne Betreuung durch Tutoren (s.a. CBT).

Website

Kompletter Online-Auftritt eines Anbieters im Word Wide Web.

Werklieferungsvertrag

Mit dem neuen Schuldrecht ab 01.01.2002 abgeschafft. Es gilt das allgemeine Kaufrecht.

Wert

Überzeugungen einer Person oder einer Gruppe; etwas, was als wünschenswert erachtet wird. Es wird definiert, was richtig und falsch ist. Werte können bewusst oder unbewusst sein.

Wissen

Ansammlung von gelernten Erfahrungen, Konzepten, Fähigkeiten und normativen Orientierungen, die einem Subjekt zur Verfügung steht, um Handlungen, Verhaltensweisen und Problemlösungen zu generieren. Neues Wissen kann in den neuronalen Systemen des Gehirns zur Ausbildung von Gedächtnismolekülen führen. Zweitens können sich Nervennetze durch lernen verändern, indem zum Beispiel neue Nerven gebildet und neue Nervenbindungen (Synapsen) hergestellt werden. Drittens wird neues Wissen durch eine Veränderung der Übertragung von Erregungszuständen an den Synapsen abgespeichert.

WWW

Das World Wide Web ist der populärste Dienst innerhalb des Internets. Bilder, hervorgehobene Stichworte und audiovisuelle Dateien können angeklickt werden, wodurch der Nutzer automatisch mit einer verwandten WWW-Seite irgendwo im Netz verbunden wird.

Zahlungsverzug

Liegt vor, wenn der Käufer den vereinbarten Kaufpreis schuldhaft nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt (Schuldnerverzug).

Zeigarnik-Effekt

Besagt, dass Zielsetzung zu bedürfnisartigen Spannungen führt, die durch intensive Bewegung auf das Ziel hin abgebaut werden. Unerledigtes wird außerdem besser behalten als Erledigtes.

Zielantinomie

Unvereinbarkeit von Zielen: die Erreichung eines Zieles schließt die Erreichung eines anderen Zieles aus.

Zielbonus

Die Höhe des Bonus, die bezahlt wird, wenn das Ziel zu 100 Prozent erreicht wird. Der Zielbonus ist meist vertraglich festgelegt.

Ziele

Absichtserklärungen eines Unternehmens. Sie peilen einen künftigen Zustand an.

Zielerreichungsgrad

Grad der Erfüllung eines Ziels.

Zielkompatibilität

Vereinbarkeit von Zielen, wobei die gleichzeitige Erreichung zweier oder mehrerer Ziele möglich ist.

Zielkonflikt

Liegt vor, wenn von verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Zeiten Zielsetzungen widersprüchlicher Art eintreffen (der Lagerbestand ist zu reduzieren, die Lieferbereitschaft ist zu erhöhen).

Zielreview

Gespräche zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, die den Zwischenstand von Zielerreichungen reflektieren und bewerten.

Zielvereinbarungsgespräch

Gespräch, das geführt wird, um miteinander zukünftige Ziele zu vereinbaren.

Zinssatz-Effekt

Zusätzliche Wertsteigerung einer Anlage durch Wiederanlage der erwirtschafteten Erträge (Zinsen auf Zinsen).

Zuschreibung

Hiermit wird eine Abschreibung, deren Grund nicht mehr besteht, beziehungsweise eine bisher vorgenommene Abschreibung, die sich als zu hoch herausstellt, rückgängig gemacht.

Zustimmung

Einverständniserklärung. Vorherige Zustimmung = Einwilligung/nachträgliche Zustimmung = Genehmigung.